SINNESRAUSCH


Pressemitteilung vom:
12. Juni 2012

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  • Maria Falkinger
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SINNESRAUSCH
im OÖ Kulturquartier
Eröffnung: Mi, 13.06.2012, 19.00 Uhr

Der SINNESRAUSCH ist das erste Häuser übergreifende Großprojekt seit der Eröffnung des oberösterreichischen Kulturquartiers im März. Es ist eine große Sommerausstellung in der Tradition der "Rausch-Projekte" und soll das neue OÖ Kulturquartier in seiner ganzen Breite und räumlichen Vielfalt auch dem Ausstellungspublikum vorstellen.
Der Parcours der Sinne beginnt mit den drehenden Autowaschbürsten von David Moises vor dem OK Eingang und endet mit fantasievollen Wahrnehmungsobjekten der tschechischen KünstlerInnen um Petr Nikl im neuen Ursulinensaal. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen OK, dem tschechischen Projekt ORBIS PICTUS PLAY und der Kunstuniversität Linz. 47 nationale und internationale KünstlerInnen zeigen knapp 80 Installationen und Objekte zum Thema Wahrnehmung.

EIN SINNESRAUSCH DER KUNST UND KREATIVITÄT FÜR FAMILIEN
Die großen Rausch-Ausstellungen seit 2009 sind ambitionierte Kunstvermittlungsprojekte. "Wir haben ein Format geschaffen", so Landeshauptmann und Kulturreferent Dr. Josef Pühringer, "mit dem wir breite interessierte Bevölkerungsschichten an die Kunst heranführen wollen". Dafür nutzen wir ungewöhnliche Ausstellungsorte und Kunst, die starke sinnliche Wirkungsweisen entfaltet.

So auch der SINNESRAUSCH. "Wir bieten eine kreativ-künstlerische Reise durch die Sinne an, die neben dem klassischen Ausstellungspublikum vor allem auch Kinder und Familien begeistern soll", so LH Dr. Pühringer. Entdeckungslust und Neugier sind gefragt, auf ein "NICHT BERÜHREN"-Schild wartet man vergebens. Es genügt auch nicht, einen Knopf zu drücken, damit etwas passiert. Wer die Ausstellung erleben will, muss seine fünf Sinne (Sehen, Hören, Riechen, Tasten und Schmecken) beisammen haben und auf Selbstaktivierung schalten. Distanziertes Zuschauen alleine ist zu wenig! "Das Publikum ist wie ein Orchester, das durch seine aktive Teilnahme die Instrumente der Kunst erst zum Klingen bringt", so Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.

KULTURELLER AUSTAUSCH MIT TSCHECHIEN
"Mit dem SINNESRAUSCH beginnt", so Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, "eine neue und intensive Phase kultureller Zusammenarbeit mit Tschechien, die mit der grenzüberschreitenden Landesausstellung ‚Alte Spuren − Neue Wege' im Frühjahr 2013 einen Höhepunkt findet". Kernstück der Ausstellung SINNESRAUSCH ist das Projekt ORBIS PICTUS PLAY der tschechischen Künstlerplattform Audabiac, die als ständig wachsende internationale Wanderausstellung bereits großes Aufsehen erregt hat. Das Projekt ist zum ersten Mal in Österreich zu sehen.

ORBIS PICTUS PLAY Konzept & Idee
"Die Fantasie bricht die Fessel der Sklaverei. Wenn sie kreativ ist, ist sie ein gutes Fundament für eine bessere Welt." Jiří und Radana Wald

Zentrum des SINNESRAUSCH sind die Kunstobjekte und Installationen des Projektes ORBIS PICTUS PLAY von Jiří und Radana Wald. Linz ist mit mehr als 30 KünstlerInnen und fast 70 Arbeiten ihre bislang umfangreichste Ausstellung. Für das künstlerische Konzept der Ausstellungen zeichnet Petr Nikl verantwortlich.

Raum für die freie Entfaltung der eigenen Persönlichkeit zu schaffen ist das zentrale Anliegen von ORBIS PICTUS PLAY. Die Ausstellung selbst regt die kreative Fantasie der BesucherInnen an indem sie alle unsere Sinne auf vielen Ebenen anspricht. Die Kunstwerke und Instrumente sind interaktiv und dazu gemacht teilzuhaben und eine aktive Wahrnehmung der Welt um uns zu entwickeln. Diese Ideen gehen zurück auf die visionären Werke des tschechischen Philosophen und Pädagogen Johann Amos Comenius (1592–1670) und den Anthroposophen Rudolf Steiner (1861–1925).
Auf dem Rundgang sind die Objekte thematisch gruppiert. Den Anfang macht der Raum der Fantasie mit Instrumenten in den verdunkelten Klassenzimmern des OKs, die durch Berührung Licht- und Ton-Reflexionen erzeugen.
Im OK Saal wuchert der zentrale Ausstellungsteil Kristalise, der sich im Lauf der Zeit mit Beteiligung des Publikums wie ein lebender Organismus vom Boden über den gesamten Raum ausbreiten wird.
Ein Sensorium der zwölf Sinne im neuen Hochfoyer über dem Ursulinensaal führt zusätzlich zu den fünf bekannten Sinnen noch weitere Sinne ein − wie den Lebenssinn, den Bewegungssinn, den Gleichgewichtssinn, den Wärmesinn, den Wortsinn, den Sinn für Gedanken des anderen Menschen oder den Sinn für das Ich des Anderen.
Das Ausstellungskonzept von ORBIS PICTUS PLAY kulminiert im Hauptwerk Das Herz im Ursulinensaal. Die Instrumente und Objekte sind alle "analog" und kommen ohne Elektronik, Computertechnik, aufgezeichnete Musik oder Filmclips aus. Sie sind damit quasi "aus der Zeit gefallen und vielleicht gerade deshalb so präsent", meint Direktor Sturm. Mit menschlicher Energie allein lassen sie sich zum Leben erwecken, in Bewegung versetzen und zum Tönen bringen.
Zu guter Letzt sammelt ein Leporello-Spiel die Eindrücke der BesucherInnen, die damit das "Buch zur Ausstellung" selbst gestalten können.

LABOR-ARBEITEN IN BESTER OK TRADITION
Eine Reihe von Labor Arbeiten, die in bester Tradition gemeinsam mit den KünstlerInnen entwickelt und vor Ort produziert wurden, bilden den OK-Beitrag zum ersten übergreifenden Kulturquartiersprojekt:
Gleich im Eingangsbereich empfängt die Installation "Touch of the Tiger" von David Moises die BesucherInnen. Zwei Waschstraßenbürsten im Tigerdesign, die in rhythmischen Abständen an- und abgeschaltet werden, verdichten sich durch die Bewegung optisch und werden zu einem massierenden Spalier: Ein "Tor", das den BesucherInnen Eintritt in die Welt der Sinneseindrücke gewährt.

Der oberösterreichische, seit zwanzig Jahren in Berlin lebende Künstler Wolfgang Georgsdorf hat für die Ausstellung seine mechanische Geruchsorgel "Smeller 1.0" weiter entwickelt.
Der neu entwickelte "Smeller 2.0" ist eine begehbare und performative Rauminstallation und ein olfakto-kinetisches Kunstgerät zum Komponieren, Inszenieren, Programmieren, Aufneh¬men, Speichern und Wiedergeben von dramatischen Kompositionen aus hunderttausenden Gerüchen und Geruchsakkorden. Auf dem Dachboden des Ursulinenhofs präsentiert Helga Griffiths die raumgreifende Installation "Turbulent Souvenirs", eine Installation aus 15.000 Parfümduftstreifen des legendären "L'Heure Bleue" von Guerlain aus dem Jahr 1912. Leise erklingen dazu erzählte Geruchserinnerungen, die die Künstlerin vor Ort gesammelt hat.

AUS ALT MACH NEU − Umbau des Höhenrausch Stegs
Ausstellungsmachen und künstlerische Produktion werden von uns als ein dynamischer Prozess begriffen. Wir schaffen nichts für die Ewigkeit, sondern wollen immer wieder neu aufladen und verändern. "Transformation" und "Wiederverwertung" von Materialien sind Verfahrensweisen einer zeitgenössischen Kunstauffassung. In diesem Sinn wurde auch der Höhenrausch-Steg ständig verändert:

Martin Kaltwasser und Folke Köbberling entwickeln Interventionsmo¬delle für den urbanen Raum, indem sie vorhandene Strukturen umnutzen. Das Künstler-Duo Folke Köbberling und Martin Kaltwasser sorgen mit ihren "Wassertürmen" für einen beeindruckenden Blickfang. Für die Installation wurden Teile des ehemaligen Höhenrausch-Stegs demontiert. Aus dem so gewonnenen Altholz formte das Duo Wassertürme, welche die Skyline von Linz verändern und stark an Metropolen wie New York erinnern. Aber nicht nur die Installationen über den Dächern von Linz gewähren neue Ausblicke: Durch den adaptierten Dachsteg zeigt sich die Stadt wieder aus einem neuen Blickwinkel.

WASSERSPIELPLATZ AUF DEM DACH
Der dritte Kooperationspartner ist die Kunstuniversität Linz − Werkerziehung / Design & Technologie. Mit Hilfe der BesucherInnen entsteht ein Wasserspielplatz auf dem Parkdeck. Das Spielfeld wurde blau markiert. In einem offenen materialpädagogischen Ansatz haben die KunststudentInnen verschiedene kreative Wasser-Stationen entwickelt, die in den Sommerferien in einem Workshop-Programm mit Kindern und Familien erprobt werden sollen.
Leitung: Robert Hübner, Josef Baier und Christoph Weidinger

WORKSHOP PROGRAMM
Das umfangreiche Workshopprogramm in den Sommerferien richtet sich speziell an jüngere Besucher zwischen 6 und 14. Die Sinne werden dabei noch intensiver erschlossen. So beschäftigt sich eine Veranstaltung mit der wertvollen Ressource Wasser. Zum Auftakt wird gleich nach der Eröffnung auf der Dachlandschaft ein Wasser-Aquädukt aus Plastik-Rohren und -Schläuchen gebaut. Jeder Besucher, jede Besucherin kann sich beteiligen. (Konzept: Reinhard Zach)
Wasser-Musikinstrumente und Boote leiten durch die Erlebnisräume. Ein langes Wasserbecken ist eine Experimentierstation, eine Badewannen-Lounge und ein Piratennest laden zum Verweilen ein.
Kochworkshops fordern den Geschmackssinn der kleinen TeilnehmerInnen heraus und ein sinnlicher Workshop zum Duft-Experimentieren schickt den komplexesten menschlichen Sinn auf eine spektakuläre Geruchsreise.

Workshop-Kalender:
Zeitraum: 12. Juli – 25. August 2012
Jeden Donnerstag 15:30 – 17:00 Uhr "Geruch"
Jeden Freitag 15:30 – 17:00 Uhr "Essen"
Jeden Samstag 15:30 – 17:00 Uhr "Wasser"
(vorbehaltlich kurzfristiger Änderungen*)
Treffpunkt: jeweils 15:00 Uhr bei der Sinnesrausch-Kassa (Eingang OK)
Das Angebot richtet sich speziell an 6- bis 14-Jährige, auch die Teilnahme mit Familie ist möglich. Hort- und Ferienpass-Gruppen können auch eigene Termine buchen.
Anmeldung erbeten unter: 0732 784178 52555
Teilnahmekosten: 5,- Euro pro Kind zusätzlich zum Eintritt SINNESRAUSCH

SINNESRAUSCH
im OÖ Kulturquartier
14. Juni – 20. September 2012

Idee: Julia Stoff
Kuratorin OK Labor: Genoveva Rückert

ORBIS PICTUS PLAY Autoren: Jiří und Radana Wald, künstlerisches Konzept: Petr Nikl
Produktion: Lenka Váňová

Kunstuniversität Linz, Leitung Werkerziehung: Robert Hübner

Öffnungszeiten: täglich außer Montag 10.00 – 21.00 Uhr
Einzeleintritt: EUR 10,00, ermäßigt EUR 8,00
Führungen:
Allgemeine Führung: täglich (außer Montag) 17.30 Uhr
Familienführung: Do – So jeweils 15.00 Uhr, So zusätzlich 10.30 Uhr
Angemeldete Gruppen: EUR 120,00 (Preis inkl. Eintritt, max. 15 Personen pro Gruppe, 6 Gruppen gleichzeitig möglich, Dauer der Führung ca. 90 Min.)

Anmeldung und Info:
Tel. 0732.784178-52555, Enable JavaScript to view protected content.

KÜNSTLERINNEN
OK Labor

Wolfgang Georgsdorf
*1959 in Linz (AT), lebt und arbeitet in Berlin (DE) & Linz (AT).
georgsdorf.com

Helga Griffiths
*1959 in Ehingen (DE), lebt und arbeitet in Ober-Ramstadt (DE).
www.helgagriffiths.de

Folke Köbberling, Martin Kaltwasser
Folke Köbberling (*1969 in Kassel /DE) & Martin Kaltwasser (*1965 in Münster /DE) leben und arbeiten in Berlin (DE).
www.superbuero.de

David Moises
* 1973 in Innsbruck (AT), lebt und arbeitet in Wien (AT).
www.davidmoises.com

Julian Palcz
* 1983 in Leoben (AT), lebt und arbeitet in Wien & Mürzzuschlag (AT).
palacz.at

ORBIS PICTUS PLAY

Milan Cais
*1974, lebt und arbeitet in Prag (CZ).

Miroslav Černý
*1965, lebt und arbeitet in Provodov bei Zlín (CZ).

Michael Delia
*1963 in New Jersey, lebt und arbeitet in New Jersey (US) und Prag (CZ).
www.mad.node9.org

Maja Dvořáková
*1985, lebt und arbeitet in Prag (CZ)

Luboš Fidler
*1951, lebt und arbeitet / lives and works in Südböhmen (CZ).
www.nocniptak.cz

Silvie Gajdošíková
*1983, lebt und arbeitet in Prag (CZ).
www.theatredesign.webgarden.cz

Matej Gyárfáš
*1980, lebt und arbeitet in Bratislava (SK).
phragments.bandcamp.com

Oldřich Hozman
*1964, lebt und arbeitet in Prag (CZ).
www.arc.cz

Martin Janíček
*1961, lebt und arbeitet in Prag (CZ).
www.m-janicek.eu

Ondřej Janoušek
*1974, lebt und arbeitet in Prag (CZ).
www.youtube.com/user/Ondrik23

Klára Kohoutová
*1979, lebt und arbeitet in Prag (CZ).

Jiří Konvrzek
*1961, lebt und arbeitet in Velvary (CZ).
www.konvrzek.cz

Petr Korecký
*1982, lebt und arbeitet in Tišnov (CZ).
www.rozvernyatelier.cz

Jaroslav Kořán
*1962, lebt und arbeitet in Prag (CZ).
www.softbooks.cz/snivci2

Petr Lorenc
1975–2006 in Prag (CZ).

Jiří Melzer
*1962, lebt und arbeitet / in / v Karlsruhe (DE).

Pavel Mrkus
*1970 in Mělník, lebt und arbeitet in Nord Böhmen (CZ). http://mrkus.ixode.org

Petr Nikl
*1960 in Zlín, lebt und arbeitet in Prag (CZ) und New York (US) York.
www.petrnikl.cz

Ondřej Puchta
*1986, lebt und arbeitet in Sazovice (CZ).
www.onpu.cz

Ueli Seiler-Hugova
*1942, lebt und arbeitet in der Schweiz (CH).

Quido Sen
*1974, lebt und arbeitet in Baar (CH).
www.kunst-forum.ch/profil/person/quido-sen

Ondřej Smeykal
*1975, lebt und arbeitet in Prag (CZ).
www.smeykal.com

Václav Smolka
*1956, lebt und arbeitet in Krnov (CZ).

Marianna Stránská
*1986 in (CZ), lebt und arbeitet in Prague (CZ).
www.mariannastranska.cz

Čestmír Suška
*1952, lebt und arbeitet in Prag (CZ).
www.suska.cz

Zdeněk Šmíd
*1971 in Zlín, lebt und arbeitet in Zlín (CZ).

Ján Turzo
*1978, lebt und arbeitet in Bratislava (SK).
www.designby.sk/portfolios/121/jan-turzo/

Dušan Váňa
*1982, lebt und arbeitet in Brno (CZ).
dusanvana.wordpress.com/

Jiří Wald
*1950 in Ostrava (CZ), lebt und arbeitet in Prag (CZ).
www.jiriwald.cz

Kunstuniversität Linz WERKERZIEHUNG

Irene ABRAHAM,
Eva BILLINGER,
Florian Felix BRANDL,
Jakob BREITWIESER,
Julia DENK,
Karin FELLNER,
Günter HAGENEDER,
Rainer KLAMBAUER,
Ida KROISMAYR,
Ilse MAYRHOFER,
Sonja MURAUER,
Lisa PASTERER,
Isabella PÜRSTINGER.
Reinhard ZACH
Betreuung: Josef BAIER, Christoph WEIDINGER.
Leitung Werkerziehung: Robert HÜBNER