Siegfried A. Fruhauf - Filmrausch


Pressemitteilung vom:
15. April 2004

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SIEGFRIED A. FRUHAUF
Filmrausch

Datum: 04.05.2004 - 09.05.2004

Im Rahmen von crossing europe filmfestival linz
Präsentation: 5. Mai 2004, 18.00 Uhr

"Mit unerhörter Verve hat sich Siegfried Fruhauf innerhalb nur weniger Jahre in das zeitgenössische Filmkunstgeschehen Österreichs eingeschrieben."
Peter Tscherkassky

Die Präsentation von Siegfried A. Fruhauf ist ein zentraler Teil des Festivalprogramms crossing europe. Neben der filmischen Präsentation im Festival-Programm sind im O.K Centrum für Gegenwartskunst Fruhaufs Arbeiten in einer Ausstellung zu sehen. Seine Schau umfasst vier Filme und ein neues Werk.

In der konzeptuellen Auseinandersetzung mit dem Medium Film steht Siegfried A. Fruhauf in der Tradition österreichischer AvantgardefilmerInnen (Kubelka, Export, Weibl, Brehm, …). Er versteht seine Arbeit als ein Erforschen und Untersuchen der filmimmanenten Eigenheiten – also Film über Film.
Ausgangspunkt von Fruhaufs filmischen Schaffen sind einerseits Foundfootage- Fragmente oder eigentlich Abfall, der von der Herstellung anderer Filme geblieben ist, andererseits wie bei „Höhenrausch“, 1999 vorgefertigtes Postkartenmaterial oder in „Mona Lisa“ digitale Bilder aus dem Internet. Das filmische Endprodukt generiert sich aus diesen vorgefundenen Bildern und verweist jeweils auf den Kontext aus dem sie stammen.

In der Untersuchung der Filmbilder steht die kleinste filmischen Einheit, der Kader, im Zentrum. Die einzelnen Bilder werden analog zum Prinzip des Films in einem streng choreografierten Ablauf, nach sogenannten Kaderplänen, zusammengefügt. Grafische Abbildungen des Filmstreifens oder Material wie Klebeband etc. finden sich als Bilder im Film wieder. Der Film verlässt in diesem medienanalytischen Vorgang seinen Illusionsraum und stellt sich und seine Gemachtheit zur Schau.

Analog zum Einzugs der Videoprojektion in die Kinos arbeitet Frühauf in „Structural Filmwaste. Dissolution 1“, 2003 an der Übersetzung filmischen Materials in Video um letztendlich das filmische Material in einem digitalen Prozess auszulöschen.

Als Artist-in-Residence im O.K setzt Fruhauf einen weiteren Schritt. Er nutzte die Möglichkeit über die etablierte Filmprojektion im Kino hinaus zu gehen, um für seine filmischen Projekte räumliche Entsprechungen zu formulieren. Im Sinne des Begriffes “Expanded Cinema” versucht Fruhauf, die Grenzen der Filmleinwand zu überwinden und neue Präsentationsformen zu finden.


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