RYAN GANDER - Make every show like it’s your last


Pressemitteilung vom:
12. Februar 2015

Pressebilder:
Zur Bilderübersicht

Veranstaltungsseite

Downloads
Ansprechpartner
  • Maria Falkinger
    Marketing / Presse (Leitung)
    +43.732.784178.52540
    Enable JavaScript to view protected content.

PRESSEKONFERENZ
RYAN GANDER - Make every show like it’s your last
13. Februar – 28. April 2015

Das OK zeigt, als erste Institution im deutschsprachigen Raum, eine Überblicksausstellung des britischen Künstlers Ryan Gander. Er fügt sich ein in eine lange Serie, die wir vor 20 Jahren mit Gilles Barbier (F) begonnen haben: Solo-Shows mit internationalen Künstlern und Künstlerinnen, deren Inhalte und ästhetische Ausdrucksformen bahnbrechend sind und die beispielhaft für die zeitgenössische Entwicklung der Gegenwartskunst steh

Wer wissen will wo zeitgenössische Kunst heute steht, ist beim vielschichtigen Werk Ganders bestens aufgehoben. Der 38jährige Engländer, ein provokanter Meister der Erzählkunst, der Ironie und des Wortwitzes entzieht sich jeder Schubladisierung.
Gemälde, Skulpturen, Film, Fotografie, Installationen – Gander verwendet alle Mittel und Medien. Getrieben von einer Lust am Geschichtenerzählen sowie am Spiel mit Erwartungen und Vorstellungskraft. Das Erzählerische, genauso wie das Biografische schimmern in seinen konzeptuellen Arbeiten immer wieder durch.

Im Kunstfeld ist Gander ein begehrter, hoch gehandelter Shooting Star, der zuletzt auf er dOCUMENTA 13, 2013 mit einem unsichtbaren Windhauch und auf der Kunstmesse Art Basel mit einer Plakataktion im öffentlichen Raum für große Aufmerksamkeit gesorgt hat. Das OK ist Partner einer internationalen Kooperation und die erste Kunstinstitution, die mit Make every show like it’s your last die erste große Überblicks-Ausstellung von Ryan Gander im deutschsprachigen Raum präsentiert. Gezeigt werden sowohl raumgreifende Installationen als auch feine Konzeptarbeiten oder Videos.
Themen und Inspiration findet Gander im täglichen Leben – so lässt er etwa Zelte seiner kleinen Tochter in Marmorskulpturen übersetzen oder macht eigens für die Ausstellung trashige Lampen-Skulpturen für seine Frau. Es ist ein lustvolles Spiel mit Wertigkeit, der langen Verwendungsgeschichte von alltäglichen Materialien (Readymades) in der Kunst, aber auch dem unmittelbaren, kreativen Prozess, und nicht zuletzt dem Persönlichen.
Das Abwesende, die Erinnerung, aber auch die Imagination sind zentrale Themen in seinen stark autobiographisch geprägten Arbeiten, wie der Sammlung seiner Buttons (Investigation) oder des Familienportraits My family before me.
Mit Schärfe und Ironie plädiert Gender für die Herrschaft der Vorstellungskraft – und analysiert dabei gleichzeitig ihre Konstruktionsweise, ihren Bausatz.
Imagineering (eine Worterfindung aus den Begriffen Vorstellung und Konstruktion) nennt er diese künstlerische Methode. Dabei wird auch die ästhetische Ausdrucksform als Künstler radikal weiterentwickelt: So firmiert er für den Werbespot und die Plakatkampagne „Imagineering“ zwar als Autor und Ideengeber; umgesetzt wird das Kunstwerk aber von einer Werbeagentur: Professionell produziert, wirbt anscheinend die britische Regierung (Department of Business, Innovation and Skills) darum, sich die Vorstellungskraft und Fantasie aus der Kindheit zu erhalten, um eine bessere Zukunft zu gestalten. Durchaus klischeehaft, aber auch fesselnd, erscheint der Aufruf ironisch und ernst zugleich. Inspirierend ist auch seine persönliche Arbeitsmethode mit einer Art Archivsystem, Bildern und Ideen zu sammeln, um diese dann weiter zu entwickeln.

Die große Bandbreite in Ganders Schaffen zeigt auch die im Rahmen der Kooperation entstandene 288 Seiten starke Publikation „Culturefield“.

RYAN GANDER (*1976, lebt und arbeitet in London) studierte an der Manchester Metropolitan University, der Jan Van Eyck Academie, Maastricht (1999–2000) und der Rijksakademie, Amsterdam (2001–2002). Seine Arbeiten waren u.a. im CCA Wattis Institute, San Francisco 2007, dem Stedelijk Museum, Amsterdam 2007, der Tate Britain, London 2006, und dem MUMOK, Wien 2006 und der dOCUMENTA 13, 2013 zu sehen.


Kooperationspartner und Termine:

Le Plateau Paris September 19th – November 11th, 2013
Manchester Art Gallery July 3rd - September14th, 2014
CCA Derry-Londonderry, October 4th – November 29th, 2014
OK Offenes Kulturhaus / Center for Contemporary Art February 5th 2015 – May 2nd, 2015
Aspen Art Museum, June 25th – October 4th, 2015
Contemporary Art Gallery, Vancouver, November 20th, 2015 – January 17th, 2016
MACM, Montreal, February – April 2016


RYAN GANDER
Make every show like it’s your last

13. Februar – 28. April 2015

Öffnungszeiten:
Mo – Fr: 15.30 – 21.00 Uhr
Sa / So: 14.00 – 21.00 Uhr
Allgemeine Führung:
Fr: 16.00 Uhr und nach Anmeldung


„Raumgeschichten“ Workshop für alle Schulstufen

(auch außerhalb der Öffnungszeiten):
Der Workshop zur Ausstellung animiert die SchülerInnen, eigenen Ideen „Raum“ zu geben und diese selbst als Modelle zu bauen - der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Lustvoll und spielerisch werden die im BE-Lehrplan angeführten Sachgebiete der „Raumgestaltung“ und „Raumwirkung“ thematisiert.


DIE AUSSTELLUNG

ZZZ – An epoch of rest, 2008
[ZZZ – Ein Zeitalter der Ruhe]

Das Aufsichtspersonal erhält den Roman News from Nowhere (Dt. Titel: Kunde von Nirgendwo) von WILLIAM MORRIS, um ihn für die Dauer der Ausstellung zu lesen. Wenn gerade nicht gelesen wird, soll ein Finger in das Buch gelegt werden, um anzuzeigen, bis zu welcher Seite gelesen wurde.

Imagineering, 2013
[Wortkonstruktion aus „imagination“ (Vorstellung) und „engineering“ (Konstruktion)]
Dauer: 1’08”

Ein kurzer TV-Werbespot zur Förderung der Fantasie, der den Anschein erweckt, vom Department für Business, Innovation & Skills der britischen Regierung in Auftrag gegeben worden zu sein. Tatsächlich wurde er von einer Werbeagentur nach Vorgaben des Künstlers produziert. Imagineering ermutigt Erwachsene, den kindlichen Sinn für das Wunderbare wiederzuentdecken, um, wie es im Werbespot heißt, eine bessere Zukunft zu gestalten.

Make everything like it’s your last – Gun, 2013
[Tue alles so, als wäre es das letzte Mal – Gun]

Neben einem TV-Werbespot im Eingangsfoyer wird das Projekt Imagineering von einer umfassenden Print-Werbekampagne und Flyern in der Ausstellung begleitet.

Associative Ghost Template # 6, 2012
Associative Ghost Template # 7, 2012
[Assoziative Geist-Schablone #6, #7]

Eine Serie von achtundzwanzig gerahmten Arbeiten, die eine Collage aus Forschungsberichten und Bildern zum Themenkreis Unsichtbarkeit, Illusion und Kunstgriff zeigen. Jede Arbeit besteht zur Gänze aus Plexiglas und zeigt lasergeschnittene Aussparungen an der Stelle, an der sich die Gegenstände ursprünglich in der Collage befanden. Das Einzige, was von den Objekten noch zu sehen ist, ist ihre Größe und ihre Platzierung in der Collage. Die Arbeit ist Teil einer Serie von Gander, die auf Unsichtbarkeiten und eine lockere assoziative Methodik Bezug nimmt. Der Künstler verweist auf die Kraft der Imagination, die es vermag Fehlendes zu ergänzen.

I is...(v), 2013
I is...(vi), 2013
[Ich ist… (v), (vi)]

Ryan Gander bringt das Bemerkenswerte an ganz alltäglichen Momenten zum Vorschein. Beide Marmorskulpturen repräsentieren ein Lager, das die damals dreijährige Tochter des Künstlers gebaut hat; sie verwendete dafür einen Sessel, ein Doppelbettlaken, eine Klappmatratze, ein Kissen und einen Tischbock, Wäsche, einen Wäscheständer und Sofakissen. In diesen vermeintlich einfachen Arbeiten steckt eine äußerst poetische Komponente. Sie machen uns unsere eigene Kreativität bewusst.

Career seeking missile, 2011
[Karriereanbahnungsgeschoss]

Auf dem Boden liegt ein zerknittertes Blatt Papier mit einem offensichtlich von Hand gezeichneten Plan, der eine Sitzordnung für ein Abendessen zeigt. Der Zettel liegt da, als hätte ihn jemand weggeworfen, und lädt die BesucherInnen geradezu ein, ihn aufzuheben, mitzunehmen und sich Gedanken darüber zu machen. Das Blatt mit den Notizen scheint ein Unikat zu sein, ist aber einfach zu reproduzieren und ersetzen. Es liefert Hinweise auf die Hierarchie der zu einem Eröffnungsdinner geladenen Künstler und Gäste.

Blowing Curtain, 2013
[Die nutzlose Maschine mit wehendem Vorhang]

Ein vom Boden bis zur Decke verspiegelter, monolithischer Block in einem verdunkelten Raum. Aus dem Kasten dringt ein lang anhaltendes Dröhnen, im Inneren sind blinkende Lichter, rotierende Räder, Ventilatoren und mechanische Bauteile sichtbar. Die Funktion der Box ist unbestimmbar, doch scheint es sich um ein typisches Ausstellungsobjekt zu handeln. Die Arbeit beabsichtigt die Aufmerksamkeit des Betrachters/der Betrachterin auf die Instrumente und in weiterer Folge auf die Architektur und Sprache zeitgenössischer
Kunstausstellungen zu lenken.

Lost in my own recursive narrative, 2012
[Verloren in meiner eigenen zurückgreifenden Erzählung]

Die Diaschau zeigt einundachtzig Fotografien zweier Schauspielerinnen, die unter der Regie des Künstlers in einem Raum voll mit zerknülltem Studio-Hintergrundpapier und Trockeneis für Nebeleffekte eine Fotoshooting-Szene mit JANE BIRKIN und GILLIAN HILLS in MICHELANGELO ANTONIONIS Film Blow Up nachstellen.

The Poetics of Gig, 2012
[Die Poetik des Auftritts]

Eine A3-Farbfotografie des französischen Künstlers PIERRE HUYGHE, aufgenommen
von Ryan Gander während der Installation einer seiner Arbeiten in der an das Museo Tamayo, Mexico City, angeschlossenen Galerie im August 2012.

A lamp made by the artist for his wife, 2012

Eine Stehlampe, die der Künstler für seine Frau entwarf. Verärgert, dass seine Frau Geld für eine Lampe von Ikea ausgeben wollte, bastelte er selbst eine aus Alltagsgegenständen, die er gerade zur Hand hatte. Irgendwie landete die Lampe auf einer Kunstmesse und wurde verkauft, er musste also eine weitere machen, die ebenfalls verkauft wurde, und so machte er weiter.
Etwas zufällig Entstandenes wurde zum Prinzip. Gander installiert an jedem Veranstaltungsort der Wanderausstellung eine neue Lampe.

A lamp made by the artist for his wife
(thirty ninth attempt), 2014
[Eine vom Künstler für seine Frau gestaltete Lampe)
(Neununddreißigster Versuch)]

Eine an einem Fenster montierte Lampe, die der Künstler für seine Frau entwarf. Hergestellt aus verschiedenen vorgefundenen Alltagsgegenständen und Materialien.

A lamp made by the artist for his wife
(forty fourth attempt), 2014

Eine Hängekronleuchter, den der Künstler für seine Frau entwarf. Hergestellt aus verschiedenen vorgefundenen Alltagsgegenständen und Materialien.

A lamp made by the artist for his wife
(forty fifth attempt), 2014
Eine an der Wand angebrachte Lampe, die der Künstler für seine Frau entwarf.
Hergestellt aus verschiedenen vorgefundenen Alltagsgegenständen und Materialien.

My family before me, 2006
[Meine Familie vor mir]

Ein Schwarzweiß-Foto das die Familie des Künstlers vor seiner Geburt zeigt.

Investigation # 14 - The privilege of hindsight, 2010
[Untersuchung # 14 – Das Privileg einer Rückschau]

In einem kleinen weißen Eiscremebehälter aus Plastik, dessen Etikett entfernt wurde, befindet sich eine Sammlung von Ansteckern, auf denen weder Worte noch Bilder zu sehen sind. Die Arbeit basiert auf der Button-Sammlung, die der Künstler seit seiner Kindheit zusammengetragen hat; jeder Anstecker wurde umgestaltet, alles Inhaltliche entfernt (die Farbe jeden Exemplars ist ein Mittelwert aus all den Farben des Originals).

Things that mean things and things that
look like they mean things, 2008
[Dinge, die Dinge bedeuten, und Dinge, die aussehen, als würden sie Dinge bedeuten]
Video und Vorhang, Dauer: 26‘48‘‘

Dieser fiktive Dokumentarfilm ist eine Auftragsarbeit, die sich mit dem Thema Produktion bzw. Entstehung eines nicht existierenden Kunstwerks mit dem Titel The magic and the meaning beschäftigt. Der imaginäre Film wird nur in diesem Dokumentarfilm beschrieben, der Ausschnitte aus den Dreharbeiten sowie Diskussionen mit dem Kunstkritiker und Filmemacher DAN FOX und ein Interview mit dem Künstler zeigt.

The cold was as three-dimensional as the studio, 2015
[Die Kälte war so dreidimensional wie das Studio]
Posterserie, Photographien, ca. 60 Stück

Eine Posterserie bildet 1:1 die Situation in Ryan Ganders Studio ab und gewährt Einblicke in seine Arbeitsweise: Die Wände sind voll von Notizen, eine Art Ideenarchiv des Künstlers. Die Aufnahmen halten den flüchtigen Moment eines durch den Raum schwebenden Stück Stoffs fest. Durch das Einfrieren des Augenblicks wird es zum skulpturalen Element im Bild.

Ftt, Ft, Ftt, Ftt, Ffttt, Ftt,
or somewherebetween a modern representation of how a contemporary gesture came into being, an illustration of the physicality of an argument between Theo and Piet regarding the dynamic aspect of the diagonal line and attempting to produce a chroma-key set for a hundred cinematic scenes, 2010
[Ftt, Ft, Ftt, Ftt, Ffttt, Ftt, oder irgendwo im Spannungsfeld zwischen einer modernen Darstellung, wie eine zeitgenössische künstlerische Haltung entstand, einer Illustration der Körperlichkeit einer Diskussion zwischen Theo und Piet über die Dynamik der diagonalen Linie und dem Versuch, ein Spezialeffekte-Setting für hundert Filmszenen zu schaffen]

Der Ausstellungsraum ist zur Gänze von Hunderten einfachen mattschwarzen Pfeilen bedeckt, die scheinbar alle von der Fensterseite des OK aus abgeschossen wurden. Die Pfeile bohren sich wahllos in Wände und Boden.
Der Titel verweist auf den Künstler THEO VAN DOESBURG, der mit seinem Freund und Zeitgenossen PIET MONDRIAN gebrochen hat, indem er den in der Malerei der Moderne vorherrschenden rechten Winkel abgelehnt und die Diagonale eingeführt hat. Ryan Gander spannt in seiner dreidimensionalen Annäherung an die diagonale Linie den Bogen weiter bis zum Film.

And what if no one believes this truth?, 2014
[Und was, wenn niemand diese Wahrheit glaubt?]

Ein selbst gemachter Tagesabreißkalender, der ad hoc entstand. Jeder Tag zeigt Datum und Monat sowie unterschiedliche Notizen und Bilder aus den Notizbüchern des Künstlers, einschließlich Skizzen von über Gegenstände geworfenen Decken, Listen mit Ideen, die sich auf die Forschungsarbeit des Künstlers beziehen, sowie allgemeine To-do-Listen.

C++, 2013

Eine Serie von 100 Porträts, die der Künstler aus dem Gedächtnis malte: Personen, denen er im Laufe seines Lebens begegnete. In seiner endgültigen Ausgestaltung besteht die Arbeit aus einer Reihe kreisförmiger, gehärteter Glasscheiben von unterschiedlicher Größe, die in Salon-Hängung präsentiert werden. Jede dieser Scheiben wurde als Palette verwendet, auf der die Farbe für das Malen des Porträts gemischt wurde. Ryan Gander nimmt die lange Kunstgeschichte der abstrakten Malerei auf, in dem er die Palette zum Werk erhebt, fordert er aber auch unsere Vorstellungen und Erwartungen heraus, wie ein Porträt auszusehen hat.

Magnus Opus, 2013

Zwei comicartige Augen mit Lidern und Brauen sind an der Wand des OK angebracht. Sie sind interaktiv und reagieren auf die Bewegungen der BesucherInnen, korrespondieren mit ihrem Publikum. Der Ausdruck in ihrem Blick variiert nach dem Zufallsprinzip.

Make everything like it‘s your last - Maya, 2014
[Tue alles so, als wäre es dein letztes Mal – Maya]

Eine gedruckte Anzeige, die die britische Öffentlichkeit ermutigt, ihre Fantasie zu nutzen. Sie wurde von einer Werbeagentur produziert und erweckt den Anschein, als ob sie vom Department for Business, Innovation & Skills der britischen Regierung in Auftrag gegeben worden wäre. Die Flyer, welche die Werbekampagne begleiten, liegen lose im Ausstellungsraum verteilt.

It’s got such good heart in it, 2012
[Er hat ein gutes Herz/Es steckt eine gute Absicht dahinter]

Die Tapete zeigt das Löwengehege im Mexico Zoo, in dem eine große Skulptur aufgestellt wurde. Die Skulptur basiert auf SOL LE WITTS Strukturen aus offenen Kuben, die allerdings vergrößert und mit Ergänzungen versehen wurden, sodass sie nun als Klettergerüst und Spielzone für Löwen verwendet werden kann. Die Arbeit ist ein typisches Beispiel für Ganders spielerischen konzeptuellen Ansatz: Pointiert und gewitzt zitiert er die Kunstgeschichte (in diesem Fall einen für seine kubischen Formen berühmten Künstler der Minimal Art) und überlässt sein Werk bzw. die gute Absicht („the good heart“) dahinter
zugleich einer individuellen Interpretation.

Poison is a woman‘s weapon, Watson, 2011
[Gift ist die Waffe einer Frau, Watson]
Dauer: 60’’

Eine Sechzig-Sekunden-Digitalvideoschleife von einer jungen Frau, die in einem Hotelbett im Hilton London Canary Wharf auf und ab hüpft. Details zur Arbeit, einschließlich Verkaufspreis, die Namen der Galerien, in denen sie zu erwerben ist, Arbeitstitel, Seriennummer, Entstehungsjahr etc. werden am unteren Rand des Bildschirms eingeblendet, und machen die Arbeit zu einer Werbung für sich selbst.

(The space between the start and first commercial break), 2015
[Tanz mit meiner eigenen Vermittlung (Die Stelle vom Beginn bis zur ersten Werbepause)]
Dauer: 9’50’’

Das OK zeigt die jüngste Arbeit Ryan Ganders, den zweiten von drei Teilen einer Überarbeitung der BBC-Dokumentation mit dem Titel Ryan Gander – Die Kunst von allem: Auf und um den Kopf des Künstlers kreist nun ständig ein „geistiger Wirbelwind“ aus animierten Sternen.


Pressefotos

Fotos: Otto Saxinger