Óscar Muñoz, Hsin-Chien Huang, Ya-Lun Tao


Pressemitteilung vom:
12. November 2009

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ÓSCAR MUÑOZ
HSIN-CHIEN HUANG
YA-LUN TAO

Presseinformation vom: 12.11.2009

Datum: 13.11.2009 - 17.01.2010

Eröffnung: 12.11.2010 - 19:00

Als zauberhaften Ausklang der Kulturhauptstadt präsentiert das OK Offenes Kulturhaus Oberösterreich als Winterausstellung drei internationale Künstler, die virtuos mit Illusion, Realität und dem Imaginären spielen. Drei Künstler, die den Besucher, seine Schau- und Bewegungslust, aktiv mit einbeziehen. Alle drei zum ersten Mal in Österreich.

Óscar Muñoz

Mit Óscar Muñoz zeigt das OK einen der wichtigsten Künstler Lateinamerikas, dessen Bedeutung in Mitteleuropa erst langsam gewürdigt wird. Die Ausstellung mit einer Auswahl von 13 Arbeiten widmet sich seinem umfangreichen Schaffen seit den 1970er Jahren bis heute.
Seine Arbeit ist geprägt vom experimentierfreudigen Umgang mit dem Medium der Fotografie und des bewegten Bildes. Die Themen Erinnerung & Vergänglichkeit ziehen sich wie ein roter Faden durch die Werke, die Óscar Muñoz seit den 1980er Jahren entwickelt hat. Das flüchtige Wesen des Bildes und die Schwierigkeit, das Portrait eines Menschen festzuhalten und eindeutig zu fixieren werden mit ungewöhnlichen Bildträgern und in überraschenden Versuchsanordnungen vorgeführt. Das Erscheinungsbild der einzelnen Werkgruppen ist dabei ebenso streng wie poetisch.

Es ist immer wieder die Spannung zwischen der dem Bild immanenten Realität, seiner dokumentarischen Funktion und der medialen Illusion zu spüren, die der Künstler subtil in seinen Arbeiten materialisiert. Seine Bildträger können so unstet wie Wasser sein, und selbst die Motive sind manchmal so flüchtig, dass sie erst durch unseren Atem erscheinen (Aliento). Wie sein einfaches und wiederholt mit Wasser auf heißem Stein gemaltes „Porträt“ (Re/trato und Proyecto para un memorial) sind viele seiner Arbeiten ephemer und verschwinden und erscheinen „wie von Zauberhand“. Das virtuelle Lichtbild einer Projektion oder ein flüchtiges Abbild aus Kohle in einem Wasserbecken (Biografías) sind spannungsvoll eingesetzte Metaphern für die Schwierigkeit, Erinnerungsbilder festzuhalten.
Neben der Arbeit über das Individuum beschäftigen ihn auch kollektive Erinnerungen und das kulturelle Gedächtnis seiner Heimatstadt Cali in Kolumbien (Ambulatorio und Archivo Porcontacto). Die Vielschichtigkeit des Erinnerungsbildes und das Spiel mit der reflekierenden Oberfläche kulminiert in der Neuproduktion A través del cristal („Durch den Kristall“). Mittels Video aufgezeichnete, verglaste Porträts geben nicht nur das Motiv, sondern auch den umgebenden Raum wieder. Das Glas bildet dabei eine materielle Grenze aus Transparenz und Spiegelung und trennt Aufnahmezeit und Vergangenheit.

Óscar Muñoz wurde 1951 in Popayán (Kolumbien) geboren. Er studierte Kunst an der Kunstschule von Cali.

Gleichzeitig stellt das OK mit Hsin-Chien Huang und Ya-Lun Tao zwei wichtige taiwanesische Medien-Künstler vor, die illusionäre Räume bzw. Bildflächen mithilfe analoger oder digitaler Settings produzieren.

Hsin-Chien Huang

Hsin-Chien Huang mit seinem künstlerischen Team „Storynest“ ist einer der bedeutendsten Medienkünstler Taiwans. Er bringt traditionelle Bildformen, Erzählungen, Musik mittels digitaler Techniken in ungewöhnliche hybride Präsentationen und interaktive Installationen.
In Hsin-Chien Huangs Arbeit, Shall We Dance, Shanghai? entsteht das eigentliche Kunstwerk erst durch die Interaktion der BesucherInnen. Wir sind aufgefordert, auf einer Art Tanzfläche Platz zu nehmen und uns zu bewegen. Auf der Projektionsfläche erscheinen Hochhäuser vom Platz des Volkes in Shanghai, die auf uns reagieren: Das Erscheinungsbild der Gebäude verändert sich mit den Körperbewegungen. Das Areal selbst steht für den rasanten historischen Wandel in vielen asiatischen Städten.

geboren 1966, Taipei. Lebt und arbeitet in Taipei.
Website: www.storynest.com, blog.storynest.com

Ya-Lun Tao

Ganz anders die Arbeit von Ya-Lun Tao. Er verwendet ausschließlich analoge Technologie, sein „Werkzeug“ ist nicht der Computer, sondern er arbeitet mit Schablonen, Scheinwerfer, Motor und Nebel um seine „illusionären Räume“ herzustellen.
Das zentrale Element der Installation Unconsciousness – Drifting Speed: 300,000 Kilometers Per Second ist ein Lichtstrahl in einem völlig verdunkelten Raum. Mit einer bewegten Horizont-Linie aus Licht tastet er den vernebelten, komplett schwarzen Raum ab, und schafft mit einfachen Mitteln eine beeindruckende körperliche Erfahrung. Das intensive Licht erhellt in der Luft schwebende Partikel und erzeugt durch Spiegelreflexionen eine endlose Lichtwand die sich langsam auf und ab bewegt. Eine horizontale Lichtfläche entsteht, die an eine Wasseroberfläche oder an eine Wolke erinnert und dem Publikum den Eindruck vermittelt, auf einer Wolke emporzuschweben oder im Ozean zu versinken.

Geboren 1966 in Taipeh. Lebt und arbeitet in Taipeh.


Ausstellung: 13. November 2009 – 17. Jänner 2010
Öffnungszeiten: Mo – Do 16.00 – 22.00 Uhr, Fr/Sa/So 11.00 – 22.00 Uhr
Allgemeine Führung: Fr 17.00 Uhr und nach Anmeldung +43.732.784178; Enable JavaScript to view protected content.


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Alle Fotos (außer anders angegeben): Otto Saxinger.