OK | LABOR Sánchez, Castillo, Edlbauer


Pressemitteilung vom:
27. Februar 2014

Pressebilder:
Zur Bilderübersicht

Veranstaltungsseite

Ansprechpartner
  • Maria Falkinger
    Marketing / Presse (Leitung)
    +43.732.784178.52540
    Enable JavaScript to view protected content.

OK | Labor
Fernando Sánchez Castillo
Gabriele Edlbauer

Presseinformation vom: 27.02.2014
Datum: 28.02.2014 - 30.04.2014
Eröffnung: 27.02.2014 - 20:00

OK Labor ist eine Ausstellungsserie, in der KünstlerInnen eingeladen sind vor Ort experimentell zu arbeiten. Im Frühjahr 2014 präsentiert das OK in dieser Reihe den renommierten spanischen Künstler Fernando Sánchez Castillo und die junge Oberösterreicherin Gabriele Edlbauer mit einer Werkschau.

Zwei Generationen und Pole einer zeitgenössischen Auseinandersetzung mit Skulptur und Bildhauerei positioniert das OK in dieser Ausstellung nebeneinander. Beiden geht es um die Kunst des Dreidimensionalen, sie bewegen sich zwischen Realismus und Abstraktion. Sie argumentierten aber unterschiedlich über Material und Funktionalität, sei es als Denkmal oder benutzbares Objekt.
Das OK hat mit Sánchez Castillo mehrfach gearbeitet und nun eine große „reife“ Einzelausstellung mit ihm entwickelt, die das breite Spektrum seiner Arbeit zeigt – von der Aufarbeitung der Zeitgeschichte Spaniens bis zum Denkmal oder der ironischen Auseinandersetzung mit den großen Kunstgenres an sich.
Gabriele Edlbauer wurde bewusst als Gegenposition gewählt. Eine junge Bildhauerin, die detailverliebt und mit viel Akribie ihre Arbeit realisiert. Sie nimmt die für ihre Generation typischen formalen-ästhetischen Display-Inszenierungen auf, gleichzeitig spielt sie damit und setzt konsequent und mit viel Witz ihre Narration dreidimensional um.

GABRIELE EDLBAUER /AT
Banish the Sandwich Winning the Inning

Gabriele Edlbauer, geb. 1988 in Linz, lebt und arbeitet in Wien /AT. Studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Monica Bonvicini und am Royal Institute of Art in Stockholm bei Olav Westphalen und Peter Geschwind; ausgezeichnet mit dem Karl-Anton-Wolf-Preis, 2012. Zahlreiche internationale Ausstellungsbeteiligungen, u.a. in Deutschland, Litauen, Schweden, Russ¬land und der Türkei. 2013–2014 Universitätsassistentin Kunstuniversität Linz, Bildhauerei – transmedialer Raum.

Mit ihren verfremdeten Nachbauten realer Gegenstände verwandelt Gabriele Edlbauer das OK in ein fiktives Filmset. Proporti¬onen, Materialitäten und Bedeutungen der Objekte haben sich bei der Aneignung durch die Künstlerin verschoben. Die auf den ersten Blick mitunter banal erscheinenden Gegenstände sind in diesem „Kino-Vorraum-Film-Backstage-Hybrid“ als Requisiten zu verstehen. Zusammen werden sie zu einer Erzählung eines nicht umgesetzten Sportfilm-Drehbuchs.
Die Skulpturen sind detailverliebt umgesetzte Zitate aus der echten, aber vor allem aus der Filmwelt: Wohlbekannte Elemente und Motive des US-Mainstreamkinos werden von Edlbauer humorvoll aufgegriffen. Die Titel ihrer Werke untermauern deren narrativen Charakter. „Running Susi“ wäre da als Beispiel zu nennen: Das Sandwichkostüm ist quasi das Maskottchen der Aus¬stellung. Hier ist es durchaus erlaubt, sich das Kunstwerk anzueignen, man kann es „anziehen“. Als Objekt in einer präzise zusammengestellten Rauminstallation betont „Running Susi“ aber zugleich auch seinen skulpturalen Charakter.

FERNANDO SÁNCHEZ CASTILLO /ES
Monuments and Other Coincidences (Über Denkmäler und andere Zwischenfälle)

Fernando Sánchez Castillo wurde 1970 in Madrid geboren, er lebt und arbeitet dort. Sánchez Castillo war an vielen internationalen Ausstellungen beteiligt, unter anderem im Palais des Beaux Arts Brüssel, im MARTa Herford, Tate Modern in London, dem MoMA in New York und der 50. Venedig Biennale.

Fernando Sánchez Castillo untersucht die Beziehungen zwischen Geschichte und Politik, Kunst und Macht, öffentlichem Raum und kollektiver Erinnerung. Er beschäftigt sich mit der jüngsten Geschichte Spaniens, der Ära des Diktators Franco. Ein Thema, das aufgrund des unvermittelten Übergangs zu einer demokratischen Staatsform unter denselben politischen Kräften erst langsam öffentlich aufgearbeitet wird. In der großen Werkschau im OK wird darüber hinaus seine Auseinandersetzung mit Denkmälern an sich gezeigt. In den präsentierten Videos und Installationen zeigt sich die gesamte Bandbreite an medien-referenziellen Arbeiten Sánchez Castillos, in denen ikonische Medienbilder in Monumente und Videos überführt werden bis hin zu ironisch-witzigen Dokumentationen.

Eine Werkgruppe beschäftigt sich mit Kunst – mit Tanz, bildender Kunst und Musik – und zeigt ungewöhnliche Protagonisten: wie sich in einer Choreographie bewegende Löschfahrzeuge, Bombenentschärfungsroboter, die Malen und Plastiken bauen, oder das peruanische Militär, das mit Steinen eine zeitgenössische Komposition umsetzt.

Die Ausstellung Licht/Spiel in der Energie AG (29.4. – 5.6.2014)
präsentiert ebenfalls ein „special“ zu Fernando Sánchez Castillo.

OK | Labor
Öffnungszeiten:
Mo – Do 15.30 – 21.00 Uhr, Fr. 14.00 – 21.00 Uhr, Sa / So 11.00 – 21.00 Uhr

Allgemeine Führung: jeden Donnerstag 17.00 Uhr, nach Anmeldung.


Pressefotos

Abdruck der Bilder bei Nennung des des Bildtextes honorarfrei.
Um die Bilder downzuloaden, mit rechtem Mausklick "Ziel speichern unter…" auswählen.

Alle Fotos (außer anders angegeben): Otto Saxinger.