HÖHENRAUSCH.2 - Janett Cardiff in der Ursulinenkirche


Pressemitteilung vom:
18. Juli 2011

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OK | HÖHENRAUSCH.2
Brücken im Himmel

Janet Cardiff / George Bures Miller
The Forty Part Motet

(A reworking of “Spem in alium nunquam habui” by Thomas Tallis 1573)
2001

Presseinformation vom: 18.07.2011

Datum: 12.05.2011 - 09.09.2011

Eröffnung: 12.05.2011 (All day)

Den Abschluss des HÖHENRAUSCH.2 Ausstellungsrundganges in der Ursulinenkirche bildet bis 9. September eine Installation von Janet Cardiff, eine der renommiertesten Soundkünstlerinnen weltweit.

Ihre eindrucksvolle Klanginstallation verleiht einem faszinierenden Kompositionswerk für mehrere Chöre eine völlig neue Wahrnehmungsdimension: Die vierzig Stimmen der Motette Spem in alium nunquam habui des englischen Renaissance-Komponisten Thomas Tallis – basierend auf Texten des biblischen Buches Judith – wurden einzeln aufgenommen und in einer strategischen Anordnung so auf die Lautsprecher in der Ursulinenkirche verteilt, dass sich die BesucherInnen zwischen den einzelnen Stimmen bewegen können. Dadurch wird ein Meisterwerk des Chorgesangs in seiner kompositorischen Vielschichtigkeit und seinen klanglichen Färbungen unmittelbar erfahrbar.
„Ich habe die Lautsprecher in einem Oval im Raum angeordnet, sodass die Zuhörer die skulpturhafte Konstruktion des Stückes von Tallis förmlich spüren können. Man kann hören, wie der Klang von einem Chor zum nächsten wandert und wie er im Echo vor und zurückspringt. Es ist ein überwältigendes Gefühl, wenn die Klangwellen, die entstehen, wenn alle Sänger gleichzeitig singen, einen treffen.“ J. Cardiff

Obwohl nur 40 Lautsprecher in der Ursulinenkirche Stellung bezogen haben, entsteht im Zusammenklang der acht installierten Chöre (mit jeweils fünf Stimmen: Bass, Bariton, Tenor, Alt, Sopran) eine gewaltiger Klangraum. Die Audioinstallation bildet als letzte Station des Höhenrausch-Parcours nicht nur einen stimmungsvollen Abschluss sondern eine geradezu himmlische Landung in dem barocken Kirchenraum an der Landstraße.

40 Standlautsprecher, Verstärker, Wiedergabegerät, 14 Loop (11´ Musik, 3 Pause)
Stimmen: Salisbury Cathedral Choir, Aufnahme und Nachbearbeitung: SoundMoves
Bearbeitung: George Bures Miller, Produktion: Field Art Projects

Janet Cardiff * 1957 in Brussel / BE & George Bures Miller * 1960 in Vegreville / CA, leben und arbeiten in Berlin / DE und Grindrod / CA

Die Installation ist täglich von 10.00 – 22.00 Uhr in Betrieb (ausgenommen bei Gottesdiensten und Musikveranstaltungen). Der Zugang ist direkt von der Landstrasse, auch ohne Besuch des HÖHENRAUSCH.2, möglich.

Die Ursulinenkirche

wurde als Klosterkirche der Ursulinen zwischen 1736 und 1772 errichtet und ist dem Erzengel Michael geweiht. In der angrenzenden Ursulinenschule boten die Ordensfrauen nicht nur geistliche Nahrung, hier erhielten Mädchen über Jahrhunderte ein Bildungs-Rüstzeug für ihr Leben.
Nachdem die Ursulinen Ende der 1960er Jahr Linz verlassen hatten, wurde das Kloster vom Land Oberösterreich und die Kirche von der Diözese Linz übernommen. Seit ihrer Restaurierung im Jahr 1985 ist die Ursulinenkirche Gemeindekirche des Forum St. Severin, (Katholischer Akademikerverband der Diözese Linz), und seit 2000 auch der Katholischen Hochschulgemeinde Linz. Hier finden Gottesdienste, Konzerte ebenso wie künstlerische Projekte statt. Zusammen mit dem Landeskulturzentrum Ursulinenhof und dem OK Offenes Kulturhaus Oberösterreich, bildet die Ursulinenkirche das OÖ Kulturquartier.

Mit dem OK verbindet die Ursulinenkirche in den vergangenen Jahren künstlerische Projekte, wie etwa „pass the buck“ von Steinbrener/Dempf im Rahmen von Schaurausch 2007 und die Foto- und Videopräsentation des taiwanesischen Künstlers Chie-Jen Chen in der Krypta der Kirche 2008.

Seit etwa 20 Jahren finden in der Ursulinenkirche in der Fastenzeit Ausstellungen und Kunstprojekte statt, zuletzt waren dies die Installation „Goldstück“ von Judith Huemer, 2010, und „memento mori“ von Arnold Reinthaler und Karin Peyker in der Fastenzeit 2011. Der gesamte Kirchenraum eröffnete sich im Jahr 2009 mit der eigens für die Ursulinenkirche konzipierten Filminstallation „Das menschliche und das tierische Wesen“ von Nicole Six/Paul Petritsch zu einer reizvollen visuellen Erfahrung.
Kuratiert werden die Kunstprojekte in der Ursulinenkirche seit 2005 von Martina Gelsinger.

In den Ferienmonaten, an denen es nur die musikalischen Sonntagsgottesdienste um 20 Uhr, die Orgelstation an Samstagen um 17 Uhr und die Konzertreihe „Abendmusik in der Ursulinenkirche" an Montagen um 20 Uhr gibt, steht die Kirche verstärkt künstlerischen Aktivitäten zur Verfügung.
Die Einbeziehung des Kirchenraumes in den OK. HÖHENRAUSCH.2 zusätzlich zum Gang durch die Türme und zur Lichtinstallation auf dem barocken Kirchendachboden ist eine erfreuliche Erweiterung dieser künstlerischen Aktivitäten.

Ursulinenkirche Linz, Landstraße 31, 4020 Linz
Web: www.fss-linz.at.tf
Kirchenrektor: Prof. Peter Paul Kaspar


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