OK | CYBERARTS 2014


Pressemitteilung vom:
4. September 2014

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  • Maria Falkinger
    Marketing / Presse (Leitung)
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OK | CYBERARTS 2014
PRIX ARS ELECTRONICA EXHIBITION
4. – 14. SEPTEMBER 2014

Das OK Offenes Kulturhaus im OÖ Kulturquartier produziert und präsentiert neue, aktuelle Strömungen in der zeitgenössischen Kunst, die immer auch ein Spiegel der gesellschaftlichen Entwicklung sind. Die CyberArts Prix Ars Electronica Ausstellung ist seit Jahren ein wichtiger Teil des ambitionierten Programms von wechselnden Themenausstellungen und Einzelpräsentationen und gerade in der Kooperation mit dem Festival Ars Electronica werden die spannenden Entwicklungen der Medienkunst aufgezeigt.

Die 27-jährige Geschichte des Prix Ars Electronica dokumentiert eindrucksvoll den rasanten gesellschaftlichen und technischen Wandel in dieser Zeitspanne. In seinen Ergebnissen gilt der Prix Ars Electronica als die wichtigste internationale Leistungsschau digitale Medienkunst. Seit 1998 ist das OK Präsentationsort der GewinnerInnen des Prix Ars Electronica. ExpertInnen-Jurys haben die interessantesten Arbeiten gewählt und in unterschiedlichen Kategorien Goldene Nicas, Auszeichnungen und Anerkennungen vergeben.

In der Kür der JurorInnen und in der Auswahl für die CyberArts Ausstellung spiegeln sich immer aktuelle Tendenzen. Sie zeigen die Medienkunst als Hort einer kritischen Befragung gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen. Die heuer von Christine Schöpf und Genoveva Rückert kuratierte CyberArts Ausstellung gibt einen kompakten und gebündelten Überblick über die heuer ausgeschriebenen Kategorien:

Neben dem neuen Preis Visionary Pioneers of Media Art, den der Medienkünstler Theoretiker und Vordenker Roy Ascott für sein Lebenswerk erhalten hat, werden Arbeiten aller Prix Kategorien gezeigt: Interactive Art, Digital Communities, Computer Animation / Film / VFX, der Hybrid Art,u19 – CREATE YOUR WORLD und der [the next idea] voestalpine Art and Technology Grant. Eine interaktive Datenbank zeigt alle Einreichungen des heurigen Jahres.

Der Focus der Ausstellung liegt auf der Sparte Interactive Art, von Installationen bis hin zu Netzprojekten. Im Vordergrund stehen dabei die künstlerische Qualität in der Entwicklung und Gestaltung der Interaktion, sowie der stimmige Dialog zwischen der inhaltlichen Ebene und den zum Einsatz kommenden Interaktionsprinzipien und Interfaces. Von besonderem Interesse ist die gesellschaftspolitische Relevanz von Interaktion, vor allem weil hier ein großes Potenzial zur Erweiterung des menschlichen Handlungsspielraums gegeben ist.

Digital Communities: Mit dem Aufkommen des World Wide Web startet der Prix Ars Electronica 1995 die Internet-Kategorie, die sich mit der rasanten Entwicklung der Netzaktivitäten kontinuierlich neu definiert. Im Fokus stehen mittlerweile Projekte mit signifikanter gesellschaftlicher Relevanz. Bürgerbeteiligung, Transparenz finanzieller wie politischer Strategien, Enabling-Projekte in der Dritten Welt, Optimierung individueller Potenziale und Crowdfunding zeigen den massiven Paradigmenwechsel in unserer Gegenwart auf. Die einzelnen Projektpräsentationen werden von einführenden Videos begleitet.

Parallel zum Ars Electronica Festival entwickelt der bekannte Audiokünstler Bill Fontana eine neue Arbeit eigens für Linz. Im Zentrum steht das Stahlwerk der voestalpine Linz. Mittels Liveübertragung von Ton und Bild werden die BesucherInnen auf eine Reise durch ein industrielles, akustisches Instrument mitgenommen. Weitere Installationen werden in einer Werkschau, die sich vom OK bis auf die Dachlandschaft des Höhenrausch zieht, gezeigt und die den Bogen zwischen den Bewegten Räumen des Höhenrausch 2014 und den elaborierten digitalen Arbeiten des Prix spannt.


PRIX FORUM am Sa., 6.9. im Ursulinensaal

Persönliche Begegnungen mit PreisträgerInnen des Prix Ars Electronica 2014 ermöglichen die Prix-Foren im Ursulinensaal. Künstlerinnen und Künstler präsentieren den ganzen Tag ihre Gewinnerprojekte.


Die OK NIGHT am Sa., 6.9.

Einmal mehr ist der der OK Platz am Samstagabend Zentrum des Geschehens. Die bei musikbegeisterten NachtschwärmerInnen geschätzte OK Night startet bereits um 19:00 mit WANDL (AT) live und DJ Martin Klein (AT) am OK Platz.

Ab 23:00 geht die von Markus Reindl (AT) kuratierte und von Das Gegenlicht (Backlab /AT) mit Visuals ausgeleuchtete Nachtreise mit Zanshin (Affine Records / AT) und Johann Destroy (Radio Diffusion, Compost Records / AT) im Solaris weiter.

Das „Electronic Theatre“, einer Auswahl der Kategorie „Computer Animation“, findet um 20.00 und 22.30 im Movie 1 statt, der Eintritt ist frei.

Die OK Night bietet auch die Möglichkeit, die „Linzer Klangwolke“ am Höhenrausch-Parcours über den Dächern von Linz bis 23.00 ausklingen zu lassen.


CYBERARTS Öffnungszeiten: 4. 9. – 14. 9. 2014
täglich 10.00 – 21.00 Uhr (Sa 6. 9. bis 23.00 Uhr)


Pressefotos

Cyberarts Ausstellungsansicht
Alle Bilder außer anders angegeben: © Otto Saxinger


Werkschau


Bill Fontana /US
Desert Soundings
www.resoundings.org


Interactive Art


Interactive Art / Golden Nica
Paolo Cirio /IT
Loophole for All
Installation
http://paolocirio.net/work/loophole-for-all/loophole-for-all.php

Unser globales Steuersystem erlaubt es großen internationalen Firmen, ihre Profite durch Staaten und Länder mit niedrigen oder gar keinen Steuern zu schleusen, ihre Abgaben damit umzugehen und unverhältnismäßig große Lasten auf die individuellen Steuerzahler und kleine Firmen zu verteilen. Loophole4All ist ein Projekt, das es Normalbürgern ermöglicht, auch in den Genuss solcher Privilegien zu kommen. Über eine auf den Cayman Islands registrierte Firma und deren legitimierte Anonymität kann jeder von diesem Steuerparadies profitieren. Cirios Arbeit provoziert Fragen zu Transparenz, institutionalisierter Illegalität und Ungleichheit der Globalisierung.



Interactive Art / Award of Distinction
Jacob Tonski (Miami University, Ohio) /US
Balance From Within
Installation
http://www.jacobtonski.com/balance-from-within/

Nahezu alle sozialen Interaktionen – vom Plaudern, Essen, vom Bewerbungsgespräch bis hin zum Sterben – finden auf einem Sofa statt. Aber Beziehungen sind Balanceakte, und aus der Balance gerät man leicht. Balance from Within isteine kinetische Metapher über das permanente Risiko, das sozialen Beziehungen innewohnt: ein 170 Jahre altes Sofa, das unsicher auf einem Bein balanciert, permanent taumelnd und auf die von außen einwirkenden Kräfte reagierend.



Interactive Art / Award of Distinction
Matthew Plummer-Fernandez /UK
Disarming Corruptor
Documentation
http://www.plummerfernandez.com/Disarming-Corruptor

Disarming Computer bietet die Möglichkeit, STL Mesh Files wiederherstellbar zu „beschädigen“ – jenes Datei-Format, das 3D-Oberflächen beschreibt und bei computergestütztem Design und computergestützter Fertigung zum Einsatz kommt. Solche Dateien können unlesbar gemacht und in dieser Form online gestellt werden. Den Key Code bekommen nur ausgewählte Empfänger, die das originale Objekt damit wieder herstellen können. DC ist eine freie Softwareapplikation und bietet eine wichtige kritische Ergänzung auf dem Gebiet digitaler Produktion. Es zeigt die Grenzen der Freiheit im Netz auf, thematisiert die digitale Überwachung und eröffnet eine interessante Debatte über Verschlüsselung, Zensur bei Dateifreigabe und Kontrolle im Internet und bietet ein Tool, um sie zu umgehen.



Interactive Art / Honorary Mention
Ief Spincemaille (werktank) /BE
There is the sun
Installation
http://iefspincemaille.com/there-is-the-sun/

Sint Maartensdal, ein großer Wohnkomplex in Leuven (BE), wurde in den 1960er-Jahren als qualitätsvoller Lebensraum für die Bevölkerung entworfen. Trotz der guten Absichten des Projekts lebten die BewohnerInnen von Wohnblock 1 aber Aufgrund seiner Ausrichtung stets ohne direktes Sonnenlicht. Mit seinem Projekt brachte Ief Spincemaille die Gemeinschaft der AnrainerInnen zusammen: Er installierte motorisierte Spiegel vor dem Gebäude und schuf eine Website, auf der die BewohnerInnen sich Sonnenzeit „buchen“ konnten. So führte er das Gebäude und seine BewohnerInnen zurück zu den ursprünglichen, utopischen Ideen des Bauprojekts. In der CyberArts-Ausstellung veranschaulicht eine programmierte Choreografie das Projekt.



Interactive Art / Honorary Mention
Agi Haines /UK
Transfigurations
Installation
http://www.agihaines.com/#!project2/ck0q

Jede der fünf computeranimierten Baby-Skulpturen präsentiert ein anderes Design zur potenziellen Verbesserung des Körpers, das zum Wohle des Kindes operativ eingepflanzt wurde. Diese Modifikationen wurden vorgenommen, um möglichen zukünftigen Problemen des Kindes — wie Krankheiten, Umweltschäden oder Mobilitätsbeeinträchtigungen — vorzubeugen. Hält man eines der realistisch anmutenden, schlafenden Babys im Arm, lässt sich erahnen, was für uns solche Modifizierungen in der Zukunft tatsächlich bedeuten könnten.



Interactive Art / Honorary Mention
Quayola /IT
Captives
Installation
http://www.quayola.com/captives-1/

Captives ist eine fortlaufende Serie digitaler und physischer Skulpturen, eine zeitgenössische Interpretation von Michelangelos unvollendeter Serie Prigioni (1513–1534).
Auch Quayola fängt die Figuren in einem Zustand der Metamorphose ein, mittels modernster Technik schält er sie aus dem Material. Virtuell entwickeln sich die Skulpturen aus Computer generierten Formen zu lebensgroßen, sich permanent aufbauenden und wieder in sich zusammenfallenden Skulpturen. Wie beim Original bleiben die klassischen Figuren auch hier unvollendet, die Geschichte ihrer Erschaffung und Transformation wird dokumentiert.



Interactive Art / Honorary Mention
James George /US, Jonathan Minard /US
Clouds
Installation
http://www.cloudsdocumentary.com/

Clouds ist eine Dokumentation, die die Erforschung von Kreativität durch Sprachcodes ermöglicht. Gefilmt im neuen 3D-Format RGBD, verwendet Clouds eine wahrscheinlichkeitsbasierte „Geschichtenmaschine”, die eine endlose, sich ständig verändernde Unterhaltung über computerorientiertes Denken in zeitgenössischer Kunst und Design präsentiert. Über 40 Künstler, Designer, Hacker und Denker wurden interviewt, algorithmisch werden laufend neue Unterhaltungen zusammengestellt, während die Kontinuität der Themen gewahrt bleibt. Clouds wird als interaktive Installation präsentiert



Interactive Art / Honorary Mention
Boris Petrovsky (bp Studio) /DE
Das Vergerät
Installation
http://www.petrovsky.de/DAS%20VERGERAET-66

Für diese Arbeit wurden Haushaltsgeräte – Staubsauger, Föhn, elektrische Zahnbürste, Bohrer – zusammengetragen und miteinander verbunden. Es sind Maschinen, die uns im täglichen Leben umgeben und unseren Alltag bestimmen. Hier funktionieren sie jedoch nicht im herkömmlichen Sinn: Sie versuchen, die Botschaften oder Kommandos, die von den BesucherInnen in ein Mikrofon gesprochen werden, in ihre Sprache zu übersetzen und zu wiederholen. Das Vergerät bringt die Worte der BesucherInnen in Form von Elektro-Geräuschen zum Ausdruck.



Interactive Art / Honorary Mention
James Coupe /UK
Swarm
Installation
http://jamescoupe.com/?p=1837

Swarm ist eine Videoinstallation, bei der BesucherInnen beobachtet, gefilmt und mittels profilerstellender Algorithmen nach demografischen Kriterien zu ähnlichen Gruppen zusammenfasst werden. Auf den Monitoren in der Installationen sieht man vier Panoramaaufnahmen des Ausstellungsortes, die jeweils unterschiedliche Gruppen zeigen. Gleichzeitig erkennen die Stereokameras die BesucherInnen im Ausstellungsraum, erstellen ein Profil und fügen sie, basierend auf Kriterien wie Rasse, Alter oder Geschlecht der Menge ähnlicher Menschen hinzu. Ein Bildschirm zeigt immer die demografische Mehrheit, einer die Minderheit, ein anderer jene Gruppe, zu der auch eine im Raum anwesende Person zählt. Die anderen Panoramas verändern sich dynamisch. Jede Gruppe wird in einer vermeintlichen Live-Übertragung präsentiert, in der die aktuell anwesenden Personen inmitten der Menge aus vorherigen BesucherInnen auftauchen.



Interactive Art / Honorary Mention
BeAnotherLab / Transnational
The Machine to Be Another - Art Experiment
Installation
https://vimeo.com/89556173

The Machine to Be Another ermöglicht in einem eindringlichen Experiment zu erleben, wie es sich anfühlt, im Körper einer anderen Person zu sein. Mittels einer Spielkonsole und leicht erhältlicher, billiger Technologie werden Menschen dabei auf innovative Weise miteinander verbunden.
Das Projekt möchte Fragen zu sozialen Beziehungen aufwerfen: Wie würden wir eigentlich die Welt durch die Augen eines anderen wahrnehmen? Wie würde es sich anfühlen, wenn wir uns wirklich in die Lage eines anderen versetzten? Das System wurde bei Performances und Experimenten verwendet, in denen es zum Beispiel um die Voreingenommenheit gegenüber ImmigrantInnen ging.



Interactive Art / Honorary Mention
Nadya Kirillova (Dentsu) /RU, Daito Manabe (Rhizomatiks) /JP, Yu Orai (Dentsu) /JP, Taeji Sawai (Qosmo) /JP, Kosai Sekine /JP, Kaoru Sugano (Dentsu) /JP, Sotaro Yasumochi (Dentsu) /JP, Kyoko Yonezawa (Dentsu) /JP
Sound of Honda / Ayrton Senna 1989
Installation
http://www.honda.co.jp/internavi-dots/dots-lab/senna1989/

Für Sound of Honda wurden 24 Jahre alte Formel-1-Daten verwendet, um Ayrton Sennas Rennen von 1989 mittels Sound und Licht wieder erfahrbar zu machen. Entlang des 5807 Meter langen Suzuka-Rings in Japan wurden Lautsprecher und LED-Lampen installiert, um die Maschinengeräusche zusammen mit den Bewegungsdaten des Rennens wiederzugeben. Die Arbeit basiert auf der Idee, Sound-Daten mit anspruchsvollen Motorensystemen zu kombinieren, um sie räumlich erlebbar zu machen. Es entstand eine einfache, aber gewaltige ortsspezifische Installation, die zugleich Live-Performance und Motorsport-Erlebnis war.



Interactive Art / Honorary Mention
teamLab /JP, CN, ROC
Peace can be Realized Even without Order
Documentation
http://www.team-lab.net/en/all/pickup/peace_sg.html

In einem dunklen Raum befinden sich Hologramme von Tänzern, die Szenen des altertümlichen japanischen Tanzfestivals Awa Odori simulieren. Die Tänzer der Gruppe interagieren unabhängig voneinander, aber in ständig wachsender Harmonie mit der Musik. Betritt jemand den Raum, unterbrechen die Tänzer ihre Bewegung, starren den Eindringling an und setzen nach einer kurzen Unterbrechung ihren Tanz fort. Die Arbeit ist eine High-Tech-Oper, eine Kombination aus großformatigen Hologrammen, interaktiver Technologie, hohem visuellen und auditiven Gehalt und menschenähnlichen, interaktiven Algorithmen.



Interactive Art / Honorary Mention
Benedikt Groß /DE
Avena+ Test Bed — Agricultural Printing and Altered Landscapes
Documentation
http://benedikt-gross.de/log/2013/06/avena-test-bed_agricultural-printing-and-altered-landscapes/

Avena+ Test Bed zeigt, wie digitale Produktion zukünftig in der Landwirtschaft Verwendung finden könnte. Benedikt Groß beschäftigt sich mit dem sogenannten Präzisionsackerbau und Digital Mapping, er verwendet Spezialsoftware, GPS-Tracking und modifizierte landwirtschaftliche Forschungsgeräte, um Landschaften zu dokumentieren. Er „druckt“ Samen, die im Sinne der Artenvielfalt modifiziert wurden, um damit Ungeziefer und damit auch den Gebrauch von Pestiziden zu vermeiden. In Avena+ Test Bed spekuliert er darüber, inwiefern zukünftig Landschaftsbau und Landwirtschaft digital gestaltet werden können.



Interactive Art / Honorary Mention
Philip Beesley (Philip Beesley Architect Inc.) /CA
Epiphyte Chamber
Documentation
http://www.philipbeesleyarchitect.com/sculptures/1312_MMCA_Epiphyte-Chamber/index.php

Epiphyten gehören zu einer Pflanzengattung, die ohne Erde gedeihen kann. Epiphyte Chamber besteht aus einer atmenden, reagierenden Umgebung, einer schwebenden Welt komplexer, ineinander verwobener Strukturen, die einen Organismus formen. Seit vielen Jahren kreiert Philip Beesley elaborierte Rauminstallationen aus tausenden digitalen Komponenten, Sensoren, chemischen Systemen und Mikroprozessoren. Bewegt man sich in dieser Mutterleibs-ähnlichen Umgebung, löst man winzige Änderungen oder Bewegungen aus, die die Beziehung zu unserer natürlichen Umwelt reflektieren, aber auch den Kosmos widerspiegeln.



Interactive Art / Honorary Mention
Ryoko Ando (Design Musica), Hiroshi, Inukai, (EUREKACOMPUTER CO., LTD.) /JP
Sports Time Machine
Documentation
http://www.sptmy.net/

Sports Time Machine ist eine einfache, interaktive Installation, die Sensoren, Projektoren und Computersysteme benützt, um die Laufdaten der Beteiligten aufzuzeichnen. Sie können wählen, ob sie gegen Tiere, Personen oder gar ihr „früheres Selbst“ antreten wollen; zu jedem Zeitpunkt können sie mit den archivierten Daten im System interagieren. Das Projekt ermöglicht den LäuferInnen, ihre Körper durch die Vergangenheit und Gegenwart reisen und über eine neue Form von Kommunikation eine neue Gemeinschaft entstehen zu lassen.


Computer Animation


Computer Animation / Golden Nica
Matt Pyke (Universal Everything) /UK
Walking City
Video installation
http://www.universaleverything.com/projects/walking-city/

Die Videoskulptur Walking City bezieht sich auf die utopische Avantgarde-Architektur der Gruppe Archigram aus den 1960er-Jahren. Eine klassische Lauf-Animation wird zum Ausgangspunkt für eine komplexe visuelle und auditive Reise. Inspiration für Walking City istdas, was wir bei einem Stadtspaziergang empfinden und wie die Wahrnehmung unserer Umgebung unsere Empfindungen und Gefühle verändert. Man wird selbst Teil des Stadtgefüges, eines vom Menschen geschaffenen Ökosystems.



Computer Animation / Auszeichnung
Video installation
BOT & DOLLY /US
Box
http://vimeo.com/75260457

Box untersucht die Synthese von realen und digitalen Räumen mittels Videomapping auf bewegten Oberflächen. Ein flaches Panel wird zu einer offenen Box umfunktioniert, die die Grenze zwischen zwei- und dreidimensionalem Raum verwischt. Optische Trugbilder entstehen durch sich kreuzende, schwebende und sich verwandelnde Objekte, die den Performer und das Publikum in eine ständig wechselnde grafische Realität eintauchen lassen. Zuletzt verlässt der Performer die Szenerie durch eine Pforte, und die Kamera zeigt die Roboterarme hinter jeder Illusion. Das Resultat ist eine Mischform aus Kunst, Technologie und Experimentalfilm.


Visionary Pioneers of Media Art


Roy Ascott /UK

Was als technologische Revolution begonnen hat, ist längst zu einer neuen Kultur und gesellschaftlichen Realität geworden. Visionäre PionierInnen haben mit ihrem künstlerischen Schaffen diese Veränderungen nicht nur vorausgedacht, sondern auch entscheidend mitgeprägt und die Grundsteine für die Medienkunst unserer Zeit gelegt.
Dem will die neu geschaffene Goldene Nica des Prix Ars Electronica für visionäre PionierInnen der Medienkunst Respekt und Anerkennung zollen.
Gewinner der ersten Nica in dieser neuen Kategorie ist der Künstler und Medienwissenschafter
Roy Ascott.
Die Ausstellung gibt anhand von drei Themenschwerpunkten – Kybernetik, Partizipation und Interaktion – einen Einblick in seine mehr als 50 Jahre überspannende außergewöhnliche künstlerische Praxis, Lehre und Forschung.


Next Idea / Grant


Markus Schmeiduch /AT, Andrew Spitz /FR, Ruben van der Vleuten /NL
BlindMaps
Documentation
http://www.blindmaps.org

BlindMaps ist ein Forschungsprojekt, das es Sehbehinderten ermöglichen möchte, sich unabhängig in einer unbekannten urbanen Umgebung zurechtzufinden und diese zu erkunden.Mittels Spracheingabe kann eine Route angefragt werden, diese wird dann durch kleine Stifte, die sich wie bei einer Braille-Tastatur bewegen, in Echtzeit „fühlbar” gemacht. Sollte auf der Strecke ein Hindernis entdeckt werden, kann dieses per Knopfdruck an das System gemeldet werden, und die Route wird für zukünftige BenutzerInnen adaptiert. BlindMaps wird im Kontext von Open Data, Open Hardware und Open Design entwickelt.


U 19


Sarah Oos /AT
Femme Chanel—Emma Fenchel
Documentation
https://www.facebook.com/sarah.oos.5

Femme Chanel—Emma Fenchel kombiniert eine Chanel-Werbung mit verschiedenen Filmszenen, in denen Audrey Tautou mitspielt. Der Name der titelgebenden Protagonistin, Emma Fenchel, ist ein Anagramm von „Femme Chanel“, was auf das Grundprinzip des Videos verweist: Durch das Umstellen der einzelnen Bestandteile entsteht eine neue Botschaft.