Höhenrausch 2014


Pressemitteilung vom:
26. Juni 2014

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Höhenrausch 2014
Bewegte Räume
27. Juni - 19. Oktober 2014
täglich 10.00 - 21.00 Uhr

Seit 2009 verfügen Linz & Oberösterreich über ein einzigartiges Kultur-Highlight, das jährlich im Sommer BesucherInnen in 6-stelliger Zahl auf die Dächer der Innenstadt lockt: den HÖHENRAUSCH.

Mit seiner Mischung aus Dachparcours, Raumerlebnis und Kunst-Installationen reiht sich der HÖHENRAUSCH in eine Liga mit Projekten wie der High Line in New York ein. Stillgelegte, abgelegene oder unzugängliche städtische Orte werden neu entdeckt und mit kultureller Neugierde erschlossen. Der urbane Raum erfährt eine Renaissance und kann aus ungewohnter Perspektive erlebt und genutzt werden. Beim HÖHENRAUSCH als der „Oberösterreich-Variante“ dieses internationalen Trends spielt die Gegenwartskunst durch die unmittelbare Verknüpfung der Dachlandschaft mit den Ausstellungsräumen im OK und im OÖ Kulturquartier eine entscheidende Rolle. An der Schnittstelle zwischen dem bergenden Innenraum des Museums und den ausgesetzten öffentlichen Räumen angesiedelt, öffnen die KünstlerInnen mit ihren ortspezifisch ausgerichteten Interventionen Wahrnehmungsgrenzen und konfrontieren uns mit ungewohnten Sehweisen und Perspektiven.

Die sinnliche Mischung der Kunstansätze macht den HÖHENRAUSCH darüber hinaus zu einem einmaligen Kulturvermittlungsprojekt. Die BesucherInnen werden auf dem Rundweg spielerisch mit internationaler Gegenwartskunst konfrontiert, die sie nicht nur mit distanziertem Blick betrachten können, sondern auch aktiv körperlich erleben und in diesem Sinn ganzheitlich aufnehmen können. Damit werden sowohl Vorurteile gegenüber der Kunst abgebaut („das verstehe ich sowieso nicht“) als auch Ausschließungsmechanismen durchbrochen („Kunst ist nichts für mich“).

Seit seinen Anfängen vor mehr als 20 Jahren ist das OK als Teil des heutigen OÖ Kulturquartier interessiert an räumlichen Experimenten und neuen Kunstformen, die sich der traditionellen Einordnung entziehen.

Diese Freude am Experiment zeigt sich nicht nur in der Weiterentwicklung des HÖHENRAUSCH, sondern in der Schaffung einer völlig neuen Raumstruktur.

NEUE RÄUME FÜR DIE KUNST: voestalpine open space

Mit dem voestalpine open space findet der HÖHENRAUSCH heuer ein neues Epizentrum von dem aus künstlerische Brückenschläge sowohl in das OK und das OÖ Kulturquartier als auch zur angrenzenden Dachlandschaft möglich sind.

Die offene Stahlstruktur ist das Resultat einer fruchtbaren Kooperation zwischen Wirtschaft und Kultur: Material und Fertigungskompetenz kommen von der voestalpine, der architektonische Entwurf stammt von RieplRiepl Architekten und das Bespielungskonzept vom OÖ Kulturquartier. Ein Hochregal-System mit dem sonst tausende Palettenplätze im Bereich der Lagerverwaltung realisiert werden, gibt dieser Vision Struktur und Raum.

Mit den Maßen von 42 Meter Länge, 15 m Breite und 9 m Höhe, 25 Meter „über dem Boden schwebend“ wird die Struktur aus 120 Tonnen Stahl dabei – architektonisch in Szene gesetzt – selbst zum Ausstellungsstück und zeigt die herausragenden Fähigkeiten des Werkstoff Stahl.

Der voestalpine open space wird über das OK und das Parkdeck erschlossen und bietet Raum für außergewöhnliche kulturelle Projekte und künstlerische Aktionen, die im Schnittfeld zwischen KUNST, STADT/ARCHITEKTUR und KULTURELLEM SPIEL angesiedelt sind. Er wirkt, so Landeshauptmann Pühringer, wie ein „architektonisches Chamäleon, das ständig seine Gestalt ändert“: Von unten ein elegant schwebender Stahlkörper, beim Rundgang ein beeindruckender, offener Innenraum, vom Parkdeck aus wie ein Amphitheater, von oben wie eine Aussichtsplattform. Er ist das neue Zentrum des HÖHENRAUSCH, Bühne für Kunstinstallationen und Schauplatz für das Moviemento-Sommerkino unter Sternen – ein künstlerischer Erlebnisraum, der sich immer wieder verändert – eine multifunktionale Landmark und ein baukünstlerisches Signal.

BEWEGTE RÄUME

sind das Thema des diesjährigen Höhenrausch. 26 Kunstprojekte, darunter 10 von KünstlerInnen mit Oberösterreich-Bezug, warten auf die BesucherInnen. „Raum“ wird dabei, gemäß der Vorstellung der zeitgenössischen Philosophie, nicht als starrer Behälter sondern als vielschichtiges, dynamisches Gefüge begriffen.

RUNDGANG

Hebt man den Blick, sieht man keine Grenzen.
(japanisches Sprichwort)

Die Kroatisch-Österreichische Designergruppe Numen/For Use lässt uns den Raum körperlich und sinnlich erfahren. Gleich über mehrere Stockwerke hinweg zieht sich ihr Eingriff. Sie erschließen den ehemaligen Hinterhof des Schulgebäudes, die sogenannte „Schlucht“, mit einer feinmaschigen, wie ein Klettersteig begehbaren, Netzstruktur.
Im 2. Stock schafft der deutsche Künstler Nils Völker eine atmende Wand aus Plastiksackerl. Die in Singapur geborene Künstlerin Suzann Victor läßt zwölf motorisierte rote Kristallluster durch den Großen Saal des OK pendeln und verändert den ganzen Raum mit dieser kalligrafisch-poetischen Choreografie. Im Mediendeck nähert sich das englische Künstlerduo John Wood & Paul Harrison dem Thema Raum mit pointierten medialen Versuchsanordnungen in denen sie selbst beinahe zu Gegenständen werden. Sie arbeiten mit Kulissen, Täuschungen, Raumillusionen und lassen uns an ihren körperlichen Erfahrungen teilhaben.

Der voestalpine open space, als Höhepunkt und Zentrum des Rundgangs, eröffnet mit einer neuen Version des HAUS-RUCKER-CO Riesenbillard. Die 1970 ursprünglich für das 20er Haus entwickelte begehbare weiße Matratze mit Billardkugeln wurde für das Innere des voestalpine open space mit einer Größe von 12x9x1m adaptiert. In der offenen Stahlstruktur über dem Dach generiert sie ein besonderes, ständig wechselndes Raumerlebnis, weil sie benutzbar und aus verschiedenen Höhen einsehbar ist. Die BesucherInnen sind auf dieser öffentlichen Bühne Beobachter und Akteur zugleich.

Höhepunkt auf dem Parkdeck sind die zwei Schaukeln der amerikanischen Künstlergruppe Dash 7, die durch eine elektronisch gesteuerte Wasserwand schwingen. Vom Querbalken der fünf Meter hohen, nebeneinander hängenden Schaukeln rieselt ein feiner Wasserfall. Dieser stoppt immer dann, wenn sich die Schaukelnden darunter befinden.
Die Gastrozone mit Fahrzeug, Rundbank und Kopfschmuck wurde von der kiosque-Gruppe neu gestaltet und auf dem angrenzenden großen Parkdeck wird ein stetig anwachsendes „Hopfenzelt“ errichtet, das als Ruhepol und Workshop- Zone dient. Das Linz Panorama entfaltet sich 130 Stufen weiter oben als eindrucksvoller Rundblick vom Keine Sorgen Turm.

BEWEGTES KUNST-KABINETT

Das über das OK verteilte „Kunst-Kabinett“ umfasst Arbeiten, die sich dem Thema bewegter Raum in verschiedenen Tonlagen nähern:
In der Installation Erdort - Global Home von Christine Bauer und Herbert Egger geht es um das Haus als Verortung des Menschen auf der Welt. Einen Einblick in den Alltag eines auf den Kopf gestellten häuslichen Interieurs bietet das Video Tomatenköpfe von Paul Horn, Harald Hund und Karo Meiberger. Hubert Lobnigs Modellhaus erzählt von seiner Geschichte, von alternativen Lebensmodellen und dem Aussteigen.
Die Eroberung des Weltalls bzw. unsere dadurch veränderte Vorstellung von der Welt ist Thema der „Klassenzimmer“ im 2. Stock: Aleksandra Mir inszeniert die Landung der ersten Frau auf dem Mond. Chooc Ly Tan dagegen entwirft in ihrem Video ein Gedankenexperiment von einer Welt ohne physikalische Gesetzmäßigkeiten und Wagner Malta Tavares animiert das statische Bild eines Flugzeugs mittels Schallwellen. Bernd Oppl macht Räume selbst zu Hauptdarstellern.

Superlinz!
Ein Projekt von Studierenden der Architektur | Urbanistik der Kunstuniversität Linz

Bis 3.7. sind Studierenden der Architektur | Urbanistik der Kunstuniversität Linz mit ihrem Projekt Superlinz! auf dem Parkdeck zu Gast. Sie präsentieren die Ergebnisse eines Workshops mit dem Berliner Künstler Erik Göngrich sowie eine Reihe von Installationen, denen die Vorstellung von Linz im Jahr 2054 zu Grunde liegt:
Die Stadt ist dicht, unwirtlich, entfremdet, paradiesisch oder gar verschwunden, wer weiß. Der einzig verbleibende Baugrund, so die Annahme, ist das Parkdeck 14 am Dach des OK. Hier wächst die Keimzelle für eine neue Stadt, Superlinz!

Betreuung: Sabine Pollak, Anja Aichinger, Lars Schmid
Gäste: Lukas Göbl, Christoph Katzler - Numen/For Use, Simonetta Ferfoglia/GANGART und Susi Jirkuff

BILL FONTANA
Akustische Visionen

Ab 5. September, beginnend mit der Ars Electronica, zeigen wir die erste große Personale von Bill Fontana im deutschen Sprachraum. Sie wird ebenfalls über den HÖHENRAUSCH-Parcours begehbar sein.
Der Künstler wird dafür eine neue live-stream-Arbeit realisieren, bei der er Anlagen in der Stahlverarbeitung des Technologiekonzerns voestalpine als Instrument verwendet.

KINDER UND FAMILIEN

Die verspielte interaktive Komponente macht den heurigen HÖHENRAUSCH besonders attraktiv für Familien und bewegungsfreudige Erwachsene. Auch heuer gibt es wieder eine Reihe spezieller Programme für Kinder und Jugendliche.
Gemeinsam mit einem Team von Sportwissenschafterinnen von Gesundes Oberösterreich wurde ein „Expeditions-Workshop“ entwickelt, der die Freude an der Bewegung mit der Neugierde auf Kunst verbindet.
Ein Ausstellungsguide für Kinder ist ebenso Teil der Bemühungen um Familienfreundlichkeit wie die „Spielzonen“ am Dach und die entspannte gastronomische Versorgung vom U-Hof Restaurant im „Kunst-Kiosk“.

Eröffnung: 26.6.2014, 18.00 Uhr
Dauer : 27. 6. – 19.10.2014,
Öffnungszeiten: täglich 10.00 – 21.00 Uhr

Info und Führungsanmeldung: 0732 784178-52555,

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www.hoehenrausch.at


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Alle Fotos (außer anders angegeben): Otto Saxinger.