2018 im OÖ Kulturquartier


Pressemitteilung vom:
26. Februar 2018

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2018 im OÖ Kulturquartier


Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer

Direktor Mag. Martin Sturm


ALICE im Aufwind - Noch bis 2. April

Das OÖ Kulturquartier zeigt heuer erstmals eine große Sinnesrausch-Winterausstellung, die vom Keller des Ursulinenhofs über die alten Dachböden ins OK führt. Resumee nach 115 Tagen: Das Experiment ist gelungen und die Bilanz kann sich sehen lassen. Die ungewöhnliche Mischung aus zeitgenössischer Kunst, Familienprojekt und experimentellem Nachtclub lockt täglich mehr als 200 BesucherInnen. 380 Führungen wurden gebucht, bemerkenswert dabei - fast 2/3 davon sind Erwachsenengruppen. Bis zum Ende der Ausstellung dürfen wir uns auf insgesamt etwa 33.000 Besucherinnen und Besucher freuen.

Herausragende Arbeiten wie die Installation SOL von Kurt Hentschläger, einem der wichtigsten künstlerischen Exportartikel Oberösterreichs, sinnlich-räumliche Erfahrungen und spielerisch-performative Elemente verdichten sich zu einem stimmigen Gesamterlebnis.

Besonders gelungen ist der künstlerisch gestaltete Indoor-Spielplatz „Gaudimax“, der einer offenen Spielhaltung verpflichtet ist. Kinder brauchen keine vorgefertigten „Spielprodukte“, sondern schaffen sich aus einfachen Materialien oder frei nutzbaren Umgebungen eine Fantasie-Spielwelt. Dieser offene spielerische Ansatz und die Auseinandersetzung mit dem „Spiel“ als eine kreative Form der Grenzüberschreitung, Weltaneignung und Persönlichkeitsbildung werden in den kommenden Jahren einen Schwerpunkt unserer künstlerischen Arbeit bilden.

FESTIVALS haben Saison

Frühling bedeutet Festivalsaison im OÖ Kulturquartier.

NEXTCOMIC eröffnet am 15. März und ist mittlerweile zum neunten Mal im OÖ Kulturquartier zu Gast. Unter dem Titel „Next to Alice“ werden verschiedene Comic-KünstlerInnen einzelne Kapitel von Alice im Wunderland künstlerisch interpretieren. Nextcomic ist übergreifendes Format mit vielen Mitwirkenden – Vorbild für Zusammenarbeit und vernetztes Ausstellen. Schaltstelle im OÖ Kulturquartier ist heuer die Vereinigung Kunstschaffender OÖ mit Ihrer Obfrau Katharina Acht. Von dort aus werden die Alice-Fäden durch das ganze Haus gesponnen.

CROSSING EUROPE feiert heuer 15 jähriges Jubiläum (25. – 30. April 2018). Seit 2004 verschreibt sich das Filmfestival jährlich im April programmatisch dem eigenwilligen, zeitgenössischen und gesellschaftspolitischen AutorInnenkino aus Europa.

Das OK zeigt als Beitrag zum Festival auch heuer einen Grenzgänger zwischen Film und Bildender Kunst: Isaac Julien, einer der bedeutendsten Film- und Medienkünstler der Gegenwart.

CYBERARTS Prix Ars Electronica Exhibition (7. – 17. September 2018)

Im Herbst ist das Ars Electronica Festival mit der CyberArts Ausstellung wieder Teil des Jahresprogrammes.

KÜNSTLERISCHE FORSCHUNG ist Programm

Seit Beginn des OK in den 90iger Jahren sind künstlerische Forschungsprojekte ein wichtiger Teil des Programms. Mit der KULTURTANKSTELLE in der Dametzstraße und dem Kunstclub UNTEN im ehemaligen Theaterkeller geben wir experimentellen, prozesshaften Projekten Raum.

Die gemeinsam mit der Kunstuniversität ins Leben gerufene KULTURTANKSTELLE knüpft 2018 thematisch an den HÖHENRAUSCH an. Kritische und experimentelle Auseinandersetzungen mit den Themen Wasser und Grenze in Wissenschaft und Kunst sind geplant und reichen von der „Hörbarmachung“ von Donau und Mississippi bis zu einem „Überschwemmungskino“, bei dem sich KunststudentInnen mit den dramatischen Folgen des steigenden Meeresspiegels in Ghana auseinandersetzen.

UNTEN, der interdisziplinäre „Nacht-Club“ zur Ausstellung SINNESRAUSCH, zieht jeden Freitagabend Besucherinnen und Besucher in die fantasievolle Ausgehwelt zwischen zeitgenössischer Performance, Kunstobjekten, atmosphärischer Gestaltung und Tanzmusik. Das Programm läuft noch bis April, dann werden neue Formate entwickelt. Höhenpunkt 2018 ist ein 48 Stunden Festival im November.

Schwerpunkt Donauraum
DANUBE CULTURE PLATFORM

Die Donau ist ein verbindender Wasserstrom, der gleichzeitig eine Grenze bildet. Ein gemeinsamer Kulturraum, der uns immer noch fremd ist, ein Ort, an dem wir mit entfernten Verwandten wohnen, die wir kaum kennen, mit denen uns aber historisch viel verbindet. Um ihn als gemeinsame Heimat über nationale Grenzen hinaus auf europäischer Ebene zu begreifen, müssen wir ihn besser kennenlernen, erforschen und vernetzen.

Wie so oft geht hier die Kultur den ersten Schritt. OÖ Kulturquartier, OÖ Landesmuseum und Land Oberösterreich sind Partner im EU-Interreg-Projekt „Danube Culture Platform“. Bis Mitte 2019 erarbeiten unter der Leitung des Bundeskanzleramtes 19 Ministerien, Kultur- und Tourismuseinrichtungen aus acht Donauländern Strategien und Projekte, um „Hidden Heritage“ (verborgenes Kulturerbe) entlang der Donau künstlerisch und touristisch neu zu beleben.

Internationale Gäste werden in diesem Zusammenhang auf Einladung des OÖ Kulturquartiers vom 6.-8. Juni 2018 in Linz in der OÖ. Landesgalerie, im AEC und an der Kunstuniversität an einer Donaukulturkonferenz zum Thema World Heritage teilnehmen.

Direkter Kooperationspartner des OÖ Kulturquartiers ist die Academy of Arts in Novi Sad, ein sehr interessanter Partner zumal Novi Sad 2021 Europäische Kulturhauptstadt sein wird.

WUNDERKAMMER Oberösterreich

Im Herbst 2018 stellen wir ein neues Projekt vor: die „Wunderkammer Oberösterreich“. Idee dieser Ausstellungsreihe ist es, einen ganz anderen Blick auf die Region „Oberösterreich“ zu werfen, als wir gewohnt sind: Einen Blick von außen, aus künstlerischer Sicht, der neugierig machen soll, der aufspürt, ein neues Licht auf Bekanntes wirft und auch ein unbekanntes Oberösterreich vor den Scheinwerfer holt.

Diesen Blick von außen garantiert ein internationaler Kulturexperte, der Linz und Oberösterreich sehr gut kennt aber mittlerweile seit neun Jahren in Berlin lebt: Martin Heller, der gemeinsam mit Julia Stoff die „Wunderkammer Oberösterreich“ kuratieren wird.

Die „Wunderkammer Oberösterreich“ ist als mehrjähriges Projekt geplant und hat einen fixen Ort: den „Marktplatz“ im 1. Stock des OK. KünstlerInnen werden eingeladen, einen ungewöhnlichen Blick auf die Region zu werfen, aber auch ein „Land der Kontraste“ zu präsentieren – mittels unterschiedlichster Objekte, Archivalien, Alltags-Gegenständen oder medialen Dokumenten, wobei museale Kategorien keine Rolle spielen.

Die „Themen“ wechseln in unregelmäßigen Abständen, haben aber immer Oberösterreich im Fokus. So wird zum Auftakt die Frage gestellt, ob und auf welche Weise „Hunde“ für unser Bundesland typisch sind. Warum? Denken Sie an die Landeshymne.

Der HÖHENRAUSCH 2018: Aufbruch zum anderen Ufer

24. Mai – 14. Oktober 2018
Eröffnung 23. Mai 2018

KuratorInnen: Elisabeth Schweeger, Genoveva Rückert, Martin Sturm

Das andere Ufer – lautet der Titel des heurigen HÖHENRAUSCH, der in 86 Tagen, am 23. Mai eröffnet wird. Es geht um Wasser, weniger um seine „Substanz“ als vielmehr seine räumlichen widersprüchlichen Dimensionen: das Wasser als unendliche Fläche, die Sehnsüchte und Utopien weckt aber auch als Zwischenraum und Grenze, die man überwinden will.

Nach einem Jahr Pause startet der HÖHENRAUSCH mit einem Thema neu durch, das sowohl kulturhistorisch interessant als auch politisch aktuell ist.

Symbolhaft für diesen Aufbruch steht das „Fliegende Schiff“ des russischen Künstlers Alexander Ponomarev, das am Oberösterreich-Turm auf der Raiffeisen Kunstgarage montiert wird - als weithin sichtbares Zeichen für die nächsten zwei Jahre.

Produziert wird das „Fliegende Schiff“ derzeit bei der Firma Innovametall in Niederkappel. Bei der Montage im April wird nicht nur das Schiff 25 Meter über dem Parkdeck in Seile gehängt sondern auch der Turm in einen 86 Meter hohen „Masten“ transformiert.

Ponomarev zählt zu den internationalen Topkünstlern und ist mehrmaliger Biennale Venedig Teilnehmer. Wie kein anderer ist er prädestiniert für so ein Projekt, nicht nur aufgrund seiner künstlerischen Karriere sondern auch durch seine Ausbildung als Nautiker.


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