2019 Jahresprogramm


Press Release Date:
6. February 2019

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2019 im OÖ Kulturquartier


Landeshauptmann. Thomas Stelzer
Direktor. Martin Sturm

Genoveva Rückert, Katharina Lackner, OK Kuratorinnen
Markus Reindl, Kurator Klubinstitut


 

2019 stehen die Zeichen im OÖ Kulturquartier auf „Vorwärts!“

Die vorhandenen Angebote werden weiterentwickelt, Neues wird ausgetestet, aktuelle Strömungen und Tendenzen in der Kunst werden aufgegriffen. Das betrifft sowohl die großen Publikumsformate wie die „Rausch-Projekte“, als auch die experimentellen Schienen und Vermittlungsprogramme.

„Das OÖ. Kulturquartier zeigt, was zeitgenössische Kunst bewirkt: stets in Bewegung, immer im Aufbruch, ständig unter Spannung, mitten im Leben. Mit seinem Programm setzt das OÖ. Kulturquartier Impulse auf allen Ebenen, für alle Interessen und Generationen: ein künstlerischer und kultureller Kosmos, nah an den Themen der Zeit, regional, national und international gut vernetzt, mit Ausstrahlung weit über unser Land hinaus. Es ist ein Labor im besten Sinn des Wortes, in dem Stillstand ein Fremdwort ist.“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Der heurige „Sinnesrausch“ als großes Sommerprojekt hat nicht nur die Jahreszeit gewechselt, sondern hat sich heuer auch fest in der Elementarlehre der Bildenden Kunst verankert. Er startet seine spielerisch-sinnlichen, interaktiven Installationen vom sicheren Boden der jüngeren Kunstgeschichte aus.
Das Junge Kunstquartier ist eine neuartige, generationenübergreifende künstlerische „Kreativwerkstatt“, nicht nur für junges sondern auch jüngstes Publikum einschließlich ihrer Begleitpersonen.

Nach einer erfolgreichen Testserie ist aus dem Club Unten das Klubinstitut hervorgegangen, das heuer auch bei Tageslicht und nicht nur im Keller experimentellen hybriden Kunst- und Kommunikationsformen nachgeht.
Die Kulturtankstelle nimmt nach einem intensiven Probejahr ihren Laborbetrieb auf und will in den nächsten Jahren die „künstlerische Forschung“ zu wichtigen urbanen Fragen vorantreiben.

Einen ungewöhnlichen Blick auf die Region wirft die schon mehrfach angekündigte Wunderkammer Oberösterreich, die sich zum Start im Mai intensiv mit der ersten Strophe von „Hoamatland“ beschäftigt.

Hoamatland, Hoamatland!
I han di so gern
Wiar a Kinderl sein Muader,
A Hünderl sein' Herrn.

Schließlich erscheinen heuer die Festivals im Kulturquartier als stabiler Faktor in verdichteter Form.


 

FÜNF FESTIVALS im Zentrum

Als Fixpunkte sind die unterschiedlichen Festivals aus dem Programm des OÖ Kulturquartiers nicht mehr wegzudenken. Die Kraft und Dynamic dieser Events sind Bereicherung, Inspiration und Motor gleichermaßen.

NEXTCOMIC, 14. – 23. März

Österreichs einziges und einzigartiges Comicfestival feiert 10-jähriges Jubiläum. 2009 wurde das Festival im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres ins Leben gerufen, seither präsentiert es jährlich nationale und internationale Comic-Positionen an der Schnittstelle zu satirischer Zeichnung, Film, Fotografie, Literatur, Musik und bildender Kunst.

Im Festivalzentrum des OÖ Kulturquartiers, sowie in den ausgewählten Partnerinstitutionen gibt es Graphic Novels, Kindercomics, digitale Comics, Kunstcomics, aber auch „artverwandtes“ wie Graffiti, Illustration, Cartoons und Animationsfilme zu entdecken.
Das heurige Festivalthema „next stop linz“ widmet sich dem „Reisen“ und spannt den Bogen vom „freiwillig oder unfreiwillig unterwegs sein“, bis zur „Reise zu sich selbst“

CROSSING EUROPE, 25. – 30. April

Seit 2004 verschreibt sich das Filmfestival jährlich im April programmatisch dem eigenwilligen, zeitgenössischen und gesellschaftspolitischen AutorInnenkino aus Europa.

Das OK zeigt heuer als Beitrag zum Festival erneut ELFIE SEMOTANs Homage an die Linzer Verkäuferinnen. Die Porträtserie „Standing, Waiting, 2007/2019“ wird im OK verteilt präsentiert.

SICHTWECHSEL, 3. – 7. Juni

sicht:wechsel feiert ein kleines Jubiläum. Zum 5. Mal findet das Internationale Inklusive Kulturfestival in Linz statt, das Kunst von, mit und für Menschen mit Beeinträchtigung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht.

SCHÄXPIR, 24. – 30. Juni

Alle zwei Jahre findet das Theaterfestival für junges Publikum statt und auch heuer, bei seiner 10.Ausgabe, ist das OÖ Kulturquartier Zentrum des Geschehens.

CYBERARTS Prix Ars Electronica Exhibition, 5. – 15. September

Auch im vierzigsten Jahr der Ars Electronica präsentiert das OK die prämierten Kunstwerke des Prix Ars Electronica, des weltweit renommiertesten Wettbewerbs für digitale Kunst.


 

SINNESRAUSCH

24. Mai – 13. Oktober 2019
Eröffnung 23. Mai 2019

Große Installationen auf dem Dach und im Großen Saal des OK, die von den BesucherInnen aktiv und spielerisch, nicht nur mit den Auge  sondern mit dem ganzen Körper „wahrgenommen“ werden müssen, bilden die Eckpfeiler der Sinnesrausch-Ausstellung. Gleichzeitig werden diese sensualistisch-sinnlichen Installationen in eine Traditionslinie der jüngern Kunstgeschichte gestellt.

Die vier Dimensionen Punkt, Linie, Raum und Zeit sind Grundelemente der Bildenden Kunst ‒ von ihnen geht alles aus und zu ihnen scheint alles wieder zurück zu kehren. Der Sinnesrausch 2019 greift diese Dynamik auf, Werk und Rezipient geraten in Bewegung.

Punkte, Linien und sphärische Blasen bewegen, winden und stülpen sich über ganze Räume im OK und führen hinauf auf das Höhenrausch Areal. Wie ein Faden zieht sich ein Parcours, in dem von Katharina Lackner und Genoveva Rückert kuratierten SINNESRAUSCH, über den voestalpine open space bis auf den Turm auf der Raiffeisen Kunst Garage.

Ein Punkt geht spazieren:

Der Standpunkt der BesucherInnen gerät dabei im wörtlichen wie im übertragenen Sinn in Bewegung. Raumgreifende Installationen und fein gesponnene Arbeiten laden sich mit Geschichten und performativen Elementen auf und fordern die Aktivität der BesucherInnen heraus. Diese werden zu Akteuren: wie in den raumgreifenden Anleitungen der prominenten ChoreographInnen William Forsythe und Simone Forti.

Eine Linie führt durch die Ausstellung ‒ die beteiligten KünstlerInnen:

Zeichnungen von Aldo Gianotti begleiten BesucherInnen auf dem Weg durch die Ausstellung bis zum Aufstieg auf den Höhenrausch-Turm.

Die jüngste Kunstgeschichte im Huckepack: Am Weg nimmt die Linie Geschwindigkeit, aber und auch das Gepäck der bewegten „Kinetischen Kunst“ und der „Op Art“ der 1960er-Jahre auf (wie bei der Bodenarbeit von Marina Apollonio), und verwebt sich wie bei Gianni Colombos „Spazio Elastico“ zum Raum. Es findet sich der Crossover zum Design (wie bei der heute wieder entdeckten österreichischen Künstlerin Helga Philipp) und auch die Verbindung zur „Konkreten Kunst“. Mit dem Metallplastiker Helmuth Gsöllpointner, der wie kaum ein anderer die oberösterreichische Kunstszene geprägt hat, sind auch wieder regionale KünstlerInnen vertreten.

Elastisch, plastisch, fantastisch:

Ein besonderes Highlight im Rundgang ist auch heuer wieder der voest alpine open space: Die Wiener Künstlergruppe Numen / For Use „spinnt“ ein betretbares, blaues Netz in den gesamten inneren Freiraum.
Im OK Saal in Te-Yu Wangs begehbarer, pneumatischer Saalinstallation im OK Saal wird der Punkt zur Blase, zur alles einnehmenden Sphäre und transformiert den gesamten Raum.

KünstlerInnen (Auswahl): Marina Apollonio IT, Benjamin Bergmann DE, Gianni Colombo IT, William Forsythe US/DE, Simone Forti US, Aldo Giannotti AT, Thomas Heatherwick GB, Leopold Kessler AT, Constantin Luser AT, Helena Martins-Costa BR, Claudia Märzendorfer AT, Numen / For Use AT, Helga Philipp AT, Matt Pyke UK, Jesús Rafael Soto FR, Ief Spincemaille BE, Urgent.Agency DK, Te-Yu Wang TW u.a.


 

JUNGES KULTURQUARTIER

Winter 2019 für ein junges Publikum: Das erfolgreiche Programm mit dem Stadtspiellabor und dem Gaudimax wird fortgesetzt.
Das Angebot erweitert sich räumlich um die Dachböden des Kulturquartier und wird inhaltlich nicht nur von den KünstlerInnen sondern auch von den BesucherInnen bespielt.
Das Besondere an dieser Art von Projekten und auch unser Ziel ist es hier, gemeinsam mit KünstlerInnen und GestalterInnen Umgebungen zu konzipieren und zu entwickeln in welchen sich Kunst, Design, urbane Überlegungen, Kreativität und freies Spiel treffen. Ein Ort an dem Kunst nicht im klassischen Sinn fertig präsentiert wird und der Spaß am kreativen Schaffen nur den KünstlerInnen und AusstellungsmacherInnen überlassen wird, sondern die oft sehr jungen BesucherInnen eine ganz aktive gestalterische Rolle tragen.

Das freie Spiel und Erkunden von Räumen, Materialien und künstlerischen Arbeiten wird ergänzt durch fokussierte themenbezogene Workshops mit dem Kunstvermittlungsteam aber auch den KünstlerInnen selbst.


 

EXPERIMENTIERFELD Kunst

Künstlerische Forschungsprojekte sind ein wichtiger Teil des OK Programms. In der KULTURTANKSTELLE und im Rahmen des neuen KLUBINSTITUTS finden hybride, prozesshafte Projekte ihren idealen Rahmen. Darüber hinaus soll dort vor allem eine jüngere KünsterInnen-Generation Möglichkeiten für Experimente finden

Die kulturtankstelle

in der „raiffeisen kunst garage“ ist ein gemeinsames Projekt der Kunstuniversität Linz und des OÖ Kulturquartiers. Nach dem Testjahr 2018 mit 30 verschiedenen Projekten der Kunststudenten (Ausstellungen, Vorträge, Performances) wird nunmehr in der ehemaligen Tankstelle ein „künstlerisches Labor“ eingerichtet, das sich mehrere Jahre mit wichtigen urbanen Fragen zur Stadtentwicklung beschäftigen soll. Dazu werden KünstlerInnen, KunststudentInnen und Wissenschaftlerinnen eingeladen, um hier Projekte zu erarbeiten.
Den „symbolischen“ Beginn setzt der Künstler Ton Matton im April mit seiner raumgreifenden Forschungsinstallation „StreuObstWiese“. Dabei werden Apfelbäume über einen Tropf mit Dünger und Wasser versorgt, und dem rauen Stadtklima, umgeben von Asphalt und Beton ausgesetzt. Überleben oder anpassen ist hier eine der Fragen, die verhandelt werden. Das Projekt steht auch zeichenhaft für die Jahresthematik der Kulturtankstelle: die Auseinandersetzung mit der Entwicklung des urbanen Raumes und dem widersprüchlichen Verhältnis von Mensch und Natur in der Stadt.

KLUBINSTITUT

Clubkultur und hybride Kunstformen haben sich in den letzten Jahren als inhaltlicher Programmschwerpunkt des OK heraus gebildet. Mit den monatlichen Clubnächten, der OK Night im Rahmen der Ars Electronica und dem fünfmonatigen Projekt „UNTEN“, einem interdisziplinären Club zur Ausstellung SINNESRAUSCH im Untergeschoß des Ursulinenhofs, wurde die Basis für ein neues Format geschaffen.
Das KLUBINSTITUT, kuratiert von Markus Reindl und gemeinsam mit Clemens Bauder konzipiert, ist nun die neue Dachmarke für Projekte, die Clubkultur ins Zentrum ihrer künstlerische Forschung rücken.
Erstes Highlight wird ein Sommerprogramm, das sich räumlich vom Foyer des Ursulinenhofs in den öffentlichen Raum des OK-Platzes erstreckt und sich inhaltlich der zentralen Rolle von Radio und Streaming-Plattformen als Kommunikations- und Informationsraum für Clubkultur widmet.  Über unterschiedlichste Kooperationen und interessante Gäste entsteht dabei das Abbild einer vitalen Szene und Raum für Innovation. Gestalterische Akzente machen den lokalen, öffentlichen Raum zum Fokuspunkt einer virtuellen, globalen Welt.
Im November wird ein mehrtägiger Event für Kunst, Musik und Clubkultur initiiert, der sich um die Schwerpunkte Durational Art und ortsspezifische Kunst dreht, als Hybrid zwischen Ausstellungs- und Eventformat.

Donauprojekt

Das OÖ Kulturquartier ist gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt und Partnereinrichtungen aus 8 Donauländern am EU-Interreg-Projekt „Danube Culture Platform“ beteiligt.

Bis Mitte 2019 erarbeiten 19 Ministerien, Kultur- und Tourismuseinrichtungen Strategien und Projekte, um „Hidden Heritage“ (verborgenes Kulturerbe) entlang der Donau künstlerisch und touristisch neu zu beleben. 21 Studierende Kunstuniversitäten aus Bulgarien, Serbien, Deutschland und Österreich haben sich an diesen Forschungsarbeiten beteiligt und ausgetauscht. Sie zeigen Ihre gemeinsamen Ergebnisse in einer Wanderausstellung, die im Spätherbst auch im oö Kulturquartier Station macht. Von der Linzer Kunstuniversität sind 9 Student*innen daran beteiligt.

PREISE UND TALENTE aus Oberösterreich

Das OK Offenes Kulturhaus und die Energie AG Oberösterreich präsentieren heuer wieder Förderpreise für junge Talente aus Oberösterreich in einer gemeinsam Ausstellung vom 7. Februar bis 15. März 2019 im PowerTower der Energie AG.

Gezeigt werden u.a. die Arbeiten des Künstlerduos joechlTRAGSEILER, die Gewinner des Traumstipendiums 2017 von OK Friends und Energie AG.


 

WUNDERKAMMER Oberösterreich (11. Mai – 13. Oktober)

Die Ausstellungsreihe wirft einen ungewohnten, man kann auch sagen „schrägen“ Blick auf Oberösterreich. Die BesucherInnen können die Zuneigung zu ihrer Heimat anhand besonderer wie auch alltäglicher Objekte und Bilder vertiefen, um die sich seltsame, aber gerade dadurch bedeutsame Geschichten ranken.
Diesen Blick von außen riskiert Martin Heller, der gemeinsam mit Julia Stoff die „Wunderkammer Oberösterreich“ kuratiert.

Den Auftakt bildet eine vergnügliche Untersuchung der innigen Beziehung zwischen Mensch und Tier anhand kurioser, wie auch alltäglicher Objekte und Bilder. Ein Sammelsurium von Exponaten, die das besondere Verhältnis von Mensch und Hund behandeln, wie es in der oberösterreichischen Hymne „Hoamatland” besungen wird. Gefahndet wird nach privaten Devotionalien, Skeletten aus früheren Zeiten, präparierten Prachtexemplaren, Verwaltungs-maßnahmen, Erziehungsmethoden, Hundemode und vielem mehr.
Die zweite Wunderkammer ist für Dezember 2019 geplant.

 

Pressekontakt: Maria Falkinger, +43.732.784178-52540
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Presseinfo zum Download: Anbei


Pressimages
v.l.n.r.: Martin Sturm, Genoveva Rückert, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Katharina Lackner, Markus Reindl Foto: LandOÖ/Ernst Grilnberger
v.l.n.r.: Martin Sturm, Genoveva Rückert, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Katharina Lackner, Markus Reindl Foto: LandOÖ/Ernst Grilnberger